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Nein zur SRG-Halbierungsinitiative

Die Halbierungsinitiative würde dem Föderalismus und dem Kanton Luzern massiv schaden. Mit nur noch halb so viel Budget stünden die regionalen SRG-Standorte wie das Regionalstudio in Luzern vor dem Aus. Die SRG würde zentralisiert – ein Studio in Zürich, vielleicht noch eines in der Romandie oder im Tessin. Mehr nicht. Viele Regionen würden medial nicht mehr vorkommen. Die Lücke würde von internationalen Tech-Plattformen gefüllt, die sich nichts aus Schweizer Inhalten machen.

Als jemand, der sich täglich für unsere Wirtschaft engagiert, weiss ich: Die Unternehmensabgabe ist für manche KMU eine Belastung. Doch der Bundesrat hat reagiert. Mit seinem Gegenvorschlag sollen künftig 80 Prozent der Unternehmen – alle mit einem Jahresumsatz bis 1,2 Millionen Franken – vollständig von der Abgabe befreit werden. Das ist ein fairer, ausgewogener Weg.

Die Schweiz lebt von ihrer Vielfalt – sprachlich, kulturell, gesellschaftlich. Genau diese Vielfalt zeigt die SRG tagtäglich. Sei es in der Tagesschau, in Kultursendungen oder besonders im Sport, der grosse Emotionen in unsere Wohnzimmer bringt. Und zwar auf allen Kanälen: digital, unterwegs oder zuhause auf dem grossen Fernseher.

Gerade der Sport zeigt exemplarisch den enormen Schaden den diese Initiative verursachen würde. Die Breite der SRG-Sportberichterstattung ist einzigartig. Sport schauen viele gerne, seien es die Publikumsmagnete wie ein Skirennen oder ein Schwingfest oder so wie ich als Präsident des Schweizer Pferdesportverbands Swiss Equestrian ein Weltcupspringen in Basel. Und viele von uns sind auch in dem einen oder anderen Sportverein aktiv oder zählen sich zu Unterstützern. Ihnen kann ich sagen, es ist kein Zufall, dass die Sportverbände und Athletinnen und Athleten – von Marco Odermatt bis Lia Wälti – geschlossen vor der Initiative warnen. Denn wenn Wettbewerbe ihr Publikum verlieren, verlieren sie Sponsoren, Einnahmen und letztlich ihren Nachwuchs. Die Initiative bedroht den Schweizer Sport in seiner Existenz. Ich will eine SRG, die zeigt, wer wir sind: ein vielfältiges Land mit reicher Kultur, engagiertem Sport und einer lebendigen Gesellschaft. Genau das steht jetzt auf dem Spiel.

Darum sage ich klar «Nein» zur SRG Halbierungsinitiative.

Damian Müller, Ständerat des Kantons Luzern, Hitzkirch 




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