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Nachgefragt bei: Rosario Galliker

Rosario Galliker (51) inmitten der Infrastruktur, die am Montag aus Davos zurückgeholt wurde. (Bild: zvg)

Nachdem bereits das WEF abgesagt wurde, kam diese Woche eine weitere Hiobsbotschaft für die Event- und Cateringbranche: Der traditionsreiche Spengler Cup in Davos, das älteste internationale Eishockey-Mannschaftsturnier der Welt, musste wegen Corona abgesagt werden. Wir haben bei Rosario Galliker nachgefragt, was dies für ihn als Caterer vom Spengler-Cup und Lieferanten des WEF bedeutet.

Rosario Galliker, wie geht es Ihnen nach dieser Hiobsbotschaft?

Ich bin gesund, das ist ja in diesen Zeiten das Wichtigste. Ich muss mich um sehr viel Operatives kümmern. Dezember und Januar sind für unsere Firma extrem wichtig. Seit 20 Jahren sind wir beim Spengler Cup dabei und sorgen für das leibliche Wohl. Dass wir abbauen müssen, ohne dass ein einziges Bier ausgeschenkt wurde, ist noch nie vorgekommen. Es ist natürlich sehr traurig. Ich bin gesund, das ist ja in diesen Zeiten das Wichtigste. Ich muss mich um sehr viel Operatives kümmern. 


 Dezember und Januar sind für unsere Firma extrem wichtig. Seit 20 Jahren sind wir beim Spengler Cup dabei. 


Wie viele Mitarbeitende sind vom Ausfall betroffen?

Bei uns wären diese Woche 38 Temporärangestellte im Einsatz gestanden, die nun nichts zu tun haben. Den Rückbau haben wir mit unseren Festangestellten in Davos erledigt, damit diese Arbeit haben. Wir planten, mit unserem Chalet für den Spengler Cup und das WEF Synergien zu nutzen, dies ist nun alles hinfällig.

Was bedeutet die Absage für die Galfri GmbH?

Wir können zum Glück Lebensmittel und Getränke retour geben. Es ist der erste Anlass in dieser riesigen Dimension, und bisher habe ich einfach «funktioniert». Wir sind nicht für solche Fälle versichert. Wir hoffen auf den «Schutzschirm» von Bund und Kanton. Ich kann mich jedoch erst im nächsten Jahr darum kümmern.

Sind Sie selber Eishockey-Fan?

Fan nicht im eigentlichen Sinn, doch ich habe grosse Sympathien für Rekordmeister Davos, für den der Spengler Cup überlebenswichtig ist.

Wie planen Sie nun weiter und gibt es irgendwo Lichtblicke?

Ich nehme es von Tag zu Tag. Meine grosse Hoffnung ist, dass bald wieder so etwas wie Normalität eintritt, dass dieser Alptraum der Pandemie endlich vorbei ist. Ich freue mich auf die Skirennen in Adelboden und Wengen, wo wir auch wieder Chalets stellen und betreiben dürfen, wobei noch völlig offen ist, wie und ob dies durchgeführt werden kann.


Interview und Foto: Karl Heinz Odermatt 




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