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Nachgefragt bei Remo Buchmann (21), Römerswil, Zweiter bei den SwissSkills 2022

Remo Buchmann, ganz herzliche Gratulation zum hervorragenden zweiten Platz bei den SwissSkills bei den Obstbauern. Was geht Ihnen nun mit bereits etwas Distanz zum Geschehen durch den Kopf?


(vl.) Remo Buchmann (2.), Pascal Rohrer (1.) und Aymeric Vouillamoz (3) an der Siegerehrung der SwissSkills 2022.


Remo Buchmann: Es war wirklich speziell, an den SwissSkills 2022 teilzunehmen. Ich hätte von meiner Abschlussprüfung her teilnehmen können, hatte es jedoch zuerst abgelehnt und wurde erst Ende Juli nachnominiert. Es war also spontan und kurzfristig. Ich hatte auch keine Zeit, extra zu büffeln. Auf dem Betrieb haben wir oft durchgearbeitet, auch sonntags. 

Wie haben Sie Ihren Einsatz erlebt?

Ich war zwei Tage unter Hochspannung. Wir hatten vier grosse Aufgabenstellungen pro Tag, unter anderem zu den Themen Bäumeschneiden, Staplerparcours, Maschinenkunde, Bäume veredeln, Sortenbestimmung. Bei der Schädlingsbestimmung musste man anhand von 60 Bildern jeweils innert zehn Sekunden wissen, welcher Schädling oder welche Krankheit es ist. Das war ganz schön intensiv. 

Wie ordnen Sie Ihren grossen Erfolg ein?

Dadurch sind unsere Äpfel natürlich nicht noch besser, als sie sonst schon sind (lacht). Nach der Anspannung ist die Freude riesengross, den 2. Rang erreicht zu haben. Das kam unerwartet. Am meisten freut es mich, dass wir Seetaler einen Doppelsieg landen konnten, waren doch alle grossen Obstbauregionen TG, VS, BL und ZH namhaft vertreten. Es war sicher mein Vorteil, dass ich schon viel Erfahrung in verschiedenen Kulturen hatte und früh Verantwortung tragen musste. Mein Glück war, dass ich mit freiem Kopf antreten konnte, da ich wusste, wir sind zu Hause gut organisiert, das läuft solange auch ohne mich sehr gut. 

Was bringt Ihnen Ihr Erfolg beruflich konkret, und wie geht es jetzt weiter?

Es ist eine schöne Ehre, unter den allerbesten Obstbauern der Schweiz zu sein. Es wird jedoch eine einmalige Sache bleiben. Ich habe nicht vor, es international weiterzuziehen (lacht), das ist bei uns Obstbauern gar nicht vorgesehen. 

Was möchten Sie sonst noch sagen?

Ein grosser Dank gehört meinen Lehrbetrieben in Wädenswil und St. Gallen, die mir das Rüstzeug gegeben haben. Suisse.



Interview: Karl Heinz Odermatt, Bilder: zvg




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