Nachgefragt bei Michèle Brunner-Grüter: «Wir haben einen riesen Zusammenhalt im Ensemble»
Michèle Brunner spielt im Stück «Ich weiss vo nüüt» die Rolle der Lilly Lustenberger, Frau von Leopold Kaspar Lustenberger, der von Eugen Burkhard brillant und sehr routiniert gespielt wird. Da Michèle Brunner in Gunzwil wohnt und nun nach einigen Jahren Unterbruch wieder auf der Bühne steht, unterhielt sich der Anzeiger Michelsamt mit ihr über das Besondere der TG Eich.
Michèle Brunner, Gratulation zur starken Verkörperung von Lilly Lustenberger, können Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?
Ich wohne in Gunzwil, habe einen 95er-Jahrgang und einen kleinen Sohn. Ich arbeite beim Familienbetrieb IGD Grüter AG, Architektur- und Totalunternehmung in Dagmersellen als Stv. Kaufmännische Leitung / HR / Administration / Finanz- & Rechnungswesen und bin Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung. Die Firma ist seit vielen Jahren Hauptsponsor der TG Eich.
In den letzten drei Jahren hat man Sie nicht auf der Bühne gesehen. Zum wievielten Mal spielen Sie schon mit?
Dies ist nun das dritte Mal. Ich habe die letzten Jahre vielerorts mitgeholfen, zum Beispiel am Büffet, als Souffleuse oder an Anlässen. Vorausgesetzt, dass ich gewählt werde, bin ich ab März als Kassier im Vorstand der TG Eich tätig, der sechs Mitglieder zählt. Auch darauf freue ich mich.
Was macht das Besondere der TG Eich aus?
Wir haben einen riesigen Zusammenhalt im ganzen Ensemble und mit allen Aufgaben hinter den Kulissen. Und es gelingt uns immer wieder, neue, junge Schauspieler:innen zu integrieren, wie dieses Jahr Tim und Remo Aregger.
Gibt es lustige Ankedoten aus der Probenzeit zu berichten?
(Lacht) Ja, da gibt es immer lustige Sachen. Wir hatten seit September etwa 35 Proben, mindestens zweimal pro Woche. Wir haben es immer lustig im Ensemble und in allen Chargen. Die Ausgestaltung der Duschszene gab immer Anlass zum Lachen, oder der Einbau der beiden «jungen Areggers», Tim und Remo, ins Stück. Oft kann man es jedoch nicht nacherzählen, man muss es erlebt haben, und man muss unser Stück gesehen haben!
Wie gehen Sie mit Lampenfieber, mit Nervosität um, gerade da Sie nun einige Jahre nicht mehr auf der Bühne gestanden sind?
Etwas Nervosität, das gewisse Kribbeln gehört dazu. Ich bin es vom Geschäft her gewohnt, vor Leuten zu reden. Die Anspannung setzt auch Adrenalin frei. Ich freue mich immer sehr auf die Auftritte.
Wenn die fünf Aufführungen vorbei sind, fällt man da nicht fast in ein Loch?
Es ist eine Mischung von riesiger Freude über die gelungenen Auftritte und Melancholie, dass es vorbei ist. Umso mehr kommt dann schon die Vorfreude auf die nächste Saison. Ich habe ja noch einen kleinen Sohn, doch ich denke schon, dass ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein werde.
Interview und Bild: Karl Heinz Odermatt