Skip to main content Skip to page footer

Musikschule Michelsamt-Surental: Der Code 700-120-3 ist geknackt

Mit dieser Zahlenkombination lässt sich das Auffahrtswochenende der Musikschule Michelsamt-Surental auf den Punkt bringen: Rund 700 Schülerinnen und Schüler sind an der Musikschule eingeschrieben. Nicht weniger als 120 Kinder und Jugendliche waren am Auffahrtswochenende musikalisch im Einsatz, denn es fanden gleich drei Anlässe mit Michelsämter und Surentaler Beteiligung statt: Eine kleine, aber feine Delegation beteiligte sich am Gitarrenlager in Engelberg; die Sängerinnen der Juventus Singers verbrachten unvergessliche Tage am Schweizer Kinder- und Jugendchorfestival in Neuenburg (mit separatem Bericht) und die Bläserformationen versammelten sich am 11. Mai am Kantonalen Jugendmusikfest in Wolhusen.


«Fortepiano Michelsamt» unter der Leitung von Benjamin Wey holte den Preis für die kreativste Bühnenperformance.


Ein paar weitere Zahlen gefällig? 1300 Jugendliche in 35 Formationen traten vor die Jury. In der Kategorie «Ensemble» spielten 15 Gruppierungen, sechs von ihnen erspielten das Prädikat «Gold», darunter die Little Brassers Michelsamt unter der Leitung von David Rufer. Das Ensemble der Jugendmusik Surental-Michelsamt erspielte sich mit David Schwarzentruber mit einem anspruchsvollen Programm das Prädikat «Bronze». Der Sonderpreis ging auch dieses Jahr wieder ins Michelsamt-Surental. Erspielt wurde er vom «Fortepiano Michelsamt» unter der Leitung von Benjamin Wey für die kreativste Bühnenperformance. Und das Blasorchester Jugendmusik Surental-Michelsamt schaffte mit Patrick Hummel den Hattrick – es holte in der Kategorie Harmoniemusik Mittelstufe zum dritten Mal hintereinander den Sieg. Als fünfte Formation im Bunde konnte sich die Jugend Brass Band Michelsamt-Surental mit dem dritten Rang einen weiteren Podestplatz in ihrer beträchtlichen Sammlung erspielen.

O-Ton der musikalischen Protagonisten

Dirigent Benjamin Wey zum Spezialpreis für die kreativste Bühnenperfomance: «Beim Stöbern im Archiv bin ich auf das Stück ‹Bob der Baumeister› gestossen und mir war klar, dass ich dieses Stück unbedingt aufs Fortepiano massschneidern musste. Warum nicht einmal mit einer Schuhbürste, Hammer, Schraubenzieher oder Stossbesen musizieren? Damit hatte ich die Kinder natürlich im Boot. Entsprechend gekleidet mit Schutzwesten und Bauhelmen, die der Bohler Rickenbach zur Verfügung gestellt hatte, boten wir eine super Show. Es macht Spass, mit dieser Rasselbande zu arbeiten. Besonders freut mich, dass die Kinder auf der Bühne ihr Potenzial zeigen konnten, war es doch für die meisten der erste Wettbewerb. Und grossartig war auch der Support der zahlreichen Eltern und Fans.»

Fabrice Kneubühler, 8-jährig und somit das jüngste Mitglied im Fortepiano Michelsamt: «Also ich habe Garette gespielt. Besser gesagt, ich habe sie mit der Schuhbürste im Takt geputzt. Wir haben das alle zusammen geübt, damit wir im richtigen Rhythmus putzen. Am liebsten hätte ich zum Auftritt gleich noch die Zimmermanntasche mitgenommen, aber die ist schwer. Ich spiele im zweiten Jahr Schlagzeug und bin seit Anfang beim Fortepiano dabei. Dort lerne ich auch Kesselpauke spielen. Mein Bruder spielt Posaune. Am Wettbewerb hat er zusätzlich auch Besen gespielt. Er hat so fleissig gewischt, dass er die Blumen fast von der Bühne runtergeputzt hat. Beim Spielen ist mir alles super gelaufen, ausser dass mir zwei Mal bei der gleichen Stelle die Schläger heruntergefallen sind. Aber wir haben den Pokal trotzdem gewonnen. Beni (Anm. der Dirigent) hat versprochen, dass er uns ein Gerüst für den Pokal baut, damit wir ihn im Probelokal aufstellen können. Am liebsten hätte ich nächste Woche gleich wieder Jugendmusikfest.»

Patrick Hummel, Dirigent des Blasorchesters zum dritten Sieg: «Auch der dritte Sieg war mit harter Arbeit verbunden. Das Niveau der Ensembles steigt von Jahr zu Jahr und der Aufwand für eine erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme ist für alle enorm: Nebst Probetagen habe ich unzählige Registerproben gemacht. Wir waren mit 48 Jugendlichen am Start und das Durchschnittsalter liegt bei 19 Jahren. Dass sie bereit sind, so fokussiert zu arbeiten, ist nicht selbstverständlich. Die Jury war von unserer Interpretation beeindruckt. Der Experte Rolf Schumacher schrieb, die Tonkultur sei unglaublich schön. Und Isabelle Ruf hob die mutige und tolle Gestaltung hervor. Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen mit ihrer grossen Motivation ist top. So freue ich mich nun auf die anstehende dreitägige Musikreise. Das Ziel ist für alle eine Überraschung. Aber dass musiziert wird, das ist garantiert.»

Auch in Engelberg wurde musiziert

Ebenfalls übers Auffahrtswochenende fand in Engelberg das traditionelle und von der Musikschule Oberer Sempachersee organisierte Gitarrenlager statt. Dieses stand unter der Leitung von Bruno Amacher und dem Michelsämter Gitarrenlehrer Markus Jutz. Rund 40 Kinder und Jugendliche ab der 2. Primar probten rund acht Stunden täglich fürs Abschlusskonzert. Mit von der Partie waren Chyara Gassmann, Jana Lischer, Chiara Renggli, Valentina Schmid und Ilias Steiger.

Die Musikschulleitung dankt allen rund 120 Kindern und Jugendlichen und den engagierten Musiklehrpersonen für ihren tollen Einsatz. Die Musikschule lebt von diesen unvergesslichen Erlebnissen.


Im Freudentaumel: Die Jugendmusik Surental-Michelsamt.


Das Fortepiano in Vollmontur.


Die Little Brassers mit Dirigent David Rufer.


Fabrice und Marius Kneubühler aus dem Fortepiano.
Gold für die Little Brassers.


Rangverkündigung Jugendmusik Surental-Michelsamt.


Erfolgsformation: Das Blasorchester Jugendmusik Surental-Michelsamt. 


Text: Susanne Bättig, Bilder: zvg 




Das könnte Sie auch interessieren