Musikschule
Musikschule – der Einstieg in eine lebenslange Leidenschaft
Nach drei Sekunden überlegen, stellt die KI eine trockene, sachliche Liste mit über 20 Argumenten zusammen, welche positiven Effekte das Erlernen eines Instrumentes für die menschliche Entwicklung hat. Selbstverständlich sind alle Punkte wissenschaftlich abgestützt. Ein paar Müsterchen gefällig?
Musizieren stärkt Gedächtnis, Konzentration und Kreativität, fördert sprachliche und mathematische Fähigkeiten und wirkt sich positiv auf Selbstwert, Geduld und Frusttoleranz aus. Auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Empathie und Zugehörigkeitsgefühl werden – besonders im gemeinsamen Musizieren – gestärkt. Zudem verbessert Musizieren die Feinmotorik, Körperwahrnehmung und Koordination, reduziert Stress und schützt langfristig vor kognitivem Abbau.
Für viele Kinder und Erwachsene stehen jedoch weniger diese von der KI zitierten Studien im Vordergrund, als vielmehr die Freude am Unterricht, das Lernen im eigenen Tempo, die persönliche Begleitung durch eine vertraute Lehrperson und das gemeinsame Musizieren mit Gleichgesinnten, das zu unvergesslichen Erlebnissen führt.
Für alle das passende Instrument
Der zehnjährige Rickenbacher Matteo Deuber spielt im dritten Jahr Cello. «Ich wollte schon immer ein eher ruhiges Instrument lernen, laute Musik liegt mir nicht so. Am Instrumentenparcours habe ich dann das Cello für mich entdeckt. In der allerersten Lektion war ich richtig aufgeregt und hatte Herzklopfen, aber ich hatte riesig Freude, endlich selbst musizieren zu können. Das coolste war mein erstes Konzert nach knapp einem halben Jahr Unterricht, denn es hatte sehr viele Leute. Ich bin immer aufgeregt vor einem Konzert, aber ich habe einen Trick: Ich stelle mir einen Smiley vor, den ich auf einem inneren Regler auf ‹fröhlich› schiebe. So funktioniert es auch beim Auftreten. Im Unterricht spiele ich coole Stücke, zum Beispiel Harry Potter oder wir machen Musikspiele wie ‹ich packe meinen Koffer›. Es gibt nichts, was mir nicht gefällt. Ich übe vier Mal pro Woche etwa eine halbe Stunde. Und ich mache im Streicherensemble mit, wo wir viele bekannte Stücke spielen.»
Klassische Perkussion: Ein Fach, viele Instrumente
Sofia Sanchez besucht die fünfte Klasse und nimmt seit bald vier Jahren Unterricht in klassischer Perkussion. Sie erzählt: «Ich spiele viele Instrumente: Grosse Pauke, Kesselpauke, Marimbaphon, Xylophon, Vibraphon, Glockenspiel, Triangel und Kuhglocken. Zuhause in meinem Zimmer habe ich ein Marimbaphon, mehr hat darin gar nicht Platz. Und mein Vater hat eine Kuhglocke. Am Instrumentenparcours war es das einzige Instrument, dessen Klang mir gefallen hat. Andere Instrumente wollte ich dann gar nicht mehr ausprobieren. Am besten gefällt mir im Unterricht, wenn Marcel (Nussbaumer) etwas vorspielt. Und wir haben es oft lustig zusammen und er hat viel Geduld. Am liebsten habe ich schnelle Stücke. Auftritte mit anderen Kindern sind cool. Besonders hat mir der Auftritt am ‹Spass mit Brass› gefallen. Ich spiele im Blechbläserensemble Fortepiano und möchte unbedingt wieder ins Musiklager.»
Seitenwechsel
Claudia Lütolf unterrichtet seit vielen Jahren Akkordeon und Schwyzerörgeli an der Musikschule Michelsamt-Surental. Vor ein paar Wochen hat sie die Seiten gewechselt und ein Abo für den Klavierunterricht gelöst. «Stete Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit als Lehrperson. Und so wollte ich selbst auch wieder einmal in die Schülerinnenrolle schlüpfen. Ich war sehr gespannt auf die erste Lektion. Ein Hauch von Nervosität war aber auch mit im Spiel. Ich denke, dass ich mich durch diese Erfahrung wieder besser in die Lage meiner Schülerinnen und Schüler versetzen kann. Ich erhalte im Unterricht viele Inputs, übe täglich, und mein Ehrgeiz kommt auch nicht zu kurz. Ich setze mir von Lektion zu Lektion ein Ziel. Ich spüre, dass ich mich damit ab und zu mit dem Zeitmanagement etwas unter Druck setze. Dieser Druck tut mir aber gut, weil ich dadurch viel effizienter und fleissiger bin.» Claudia Lütolf ist als eine unter rund zwei Dutzend erwachsenen Schülerinnen und Schülern übrigens in bester Gesellschaft.
Was hat die Musikschule Michelsamt-Surental zu bieten?
Die rund 45 Musiklehrpersonen der Musikschule Michelsamt-Surental unterrichten gegen 30 verschiedene Instrumente von A wie Akkordeon über S wie Stimmbildung zu X wie Xylophon. Der Einzelunterricht wird in der Regel ab der 2. Primarklasse erteilt und auch für Erwachsene angeboten. Über ein Dutzend Ensembles laden zum gemeinsamen Musizieren und zu vielen unvergesslichen Gruppenerlebnissen ein. Für jedes Niveau hat es passende Angebote.
Kasten: Instrumentenparcours und Schnupperwochen 2026
Am Samstag, 7. März, (Triengen, Schulhaus Hofacker) und 21. März (Beromünster, Schulhäuser St. Michael I und IV) finden zwischen 10 und 12 Uhr die traditionellen Instrumentenparcours statt, bei denen die Kinder die Instrumente ausprobieren und Fragen stellen können.
Zwischen dem 9. März und 1. Mai finden die Schnupperwochen statt. Nach individueller Terminvereinbarung können die Kinder mit den Eltern den Unterricht besuchen oder eine Probelektion erhalten.
Weitere Infos zu Angebot und Tarifen (auch für Erwachsene) und die Online-Anmeldung finden Sie unter: www.msmichelsamt-surental.ch.
Telefonische Auskünfte erteilt die Schulleitung unter der Nummer 041 932 14 21. Das Team freut sich auf viele neue Gesichter jeden Alters.