Skip to main content Skip to page footer

Musik ist gesund…  

…dies hat die Forschung schon längst und mehrfach bewiesen. So lesen sich die Studienergebnisse fast wie der Beipackzettel eines unglaublich tollen Medikamentes.

Das gemeinsame Musizieren bedeutet der Familie Rohrer aus Neudorf viel – und macht sichtlich Spass.

Musik stärkt das Immunsystem, indem es Glückshormone freisetzt. Musik kann Emotionen positiv beeinflussen, Stress reduzieren und die Stimmung heben – und so dem Leben neuen Sinn geben. Das Musizieren fördert die Entwicklung der Selbst- Sozial- und Sachkompetenzen. Musizieren verbindet die beiden Hirnhälften. Und ganz zentral: Das gemeinsame Musizieren ist wie ein sozialer Kitt, denn Musik verbindet Generationen, Sprachen und Kulturen. Und des Weiteren haben Studien auch belegt, dass aktive musikalische Betätigung die kognitiven Fähigkeiten, insbesondere auch bei älteren Menschen, deutlich verbessert.

Schon jahrzehntelang vom musikalischen Virus infiziert

Die Eltern Erika und Daniel Rohrer aus Neudorf lernten selbst in ihrer Kindheit ein Blasinstrument und lieben das Zusammenspiel mit Gleichgesinnten, so erzählt Erika: «Meine älteren Geschwister waren alle im Blasorchester Musikgesellschaft Neudorf aktiv, daher war es für mich immer klar, dass ich auch dazugehören wollte. Die Wahl zur Klarinette war naheliegend, da meine Schwestern schon spielten. Rolf Stirnemann war für mich ein toller Lehrer, der mich förderte. So war ich bereits ab der 3. Oberstufe Vereinsmitglied und konnte mich musikalisch weiterentwickeln, an Wettbewerben teilnehmen und später Dirigentenkurse besuchen.» Ehemann Daniel spielt in der Musikgesellschaft Seengen Posaune. Durch die unterschiedlichen Probetage der beiden Vereine sei die Kinderbetreuung ideal sichergestellt, meinen die beiden schmunzelnd. In der ganzen Familie hat das Musizieren einen hohen Stellenwert, so lernen auch ihre drei Kinder alle ein Instrument. Der Sechstklässler Fabian spielt Posaune und musiziert im Blechbläserensemble «Little Brassers», Nina ist in der dritten Klasse und spielt im zweiten Jahr Querflöte und Silvio, der die Basisstufe besucht, geniesst Blockflötenunterricht.

Musik stärkt die persönliche Entwicklung

Mutter Erika bestätigt, was Forschende schon lange festgestellt haben: «Ich spüre, dass das Musizieren den Kindern guttut. Es ist ein guter Ausgleich zur Schule, aber auch die Schule profitiert vom Musizieren der Kinder. Sie lernen, an einer Sache dranzubleiben und durchzuhalten, so ist das Üben ein festes Ritual geworden.» «Es ist spannend zu beobachten, wie die Kinder Fortschritte machen und den Ehrgeiz entwickeln, weiterzukommen», ergänzt Daniel. «Uns ist wichtig, dass sie ein Instrument lernen. Was sie später dann damit machen, überlassen wir ihnen.»

Alle drei Kinder sind sich einig: «Wir gehen sehr gerne in die Stunde!» «Mir gefällt alles», sagt Querflötistin Nina: «Ich kann schon viele Töne spielen, manchmal laufen wir im Takt und klatschen dazu oder ich spiele zu Playback.» «Und manchmal machen wir auch Musikspiele», ergänzt Blockflötist Silvio. Fabian trainiert derweil für den bald stattfindenden Musikschulwettbewerb und auch für den Luzerner Solo- und Ensemblewettbewerb: «Ich war schon an mehreren Wettbewerben und jetzt möchte ich einmal einen Podestplatz erreichen.»

Musik ist sozialer Kitt

Das gemeinsame Musizieren bedeutet der Familie viel. «Im Vereinsleben sind mehrere Generationen vertreten, Jugendliche musizieren gemeinsam mit Senioren und es geht nur, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und Verantwortung übernimmt», erzählen die Eltern, die beide auch schon Vorstandsfunktionen übernommen haben. «Zusammen auf ein musikalisches Ziel hinzuarbeiten und am Schluss gemeinsam das Geübte einem Publikum vortragen zu dürfen, schafft magische Momente. Diese bleiben unvergesslich.» Fabian ergänzt: «Bei den Little Brassers ist es cool, wir spielen viele abwechslungsreiche Stücke und haben grossartige Auftritte. Und seit dem 2. Spieljahr gehe ich ins Musiklager der Musikschule und es herrscht eine super Stimmung.» Auch die Drittklässlerin Nina war im vergangenen Herbst erstmals mit von Partie: «Ich habe neue Kolleginnen gefunden». Auch sie hat im Musiklager die ersten unvergesslichen Erlebnisse beim gemeinsamen Musizieren sammeln können.

Das Angebot der Musikschule Michelsamt-Surental

Über 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus den Gemeinden Beromünster, Rickenbach, Schlierbach und Triengen sind an der Musikschule Michelsamt-Surental eingeschrieben. Sie werden von rund 50 motivierten und bestens ausgebildeten Musiklehrpersonen unterrichtet. Ihr Ziel ist, bei den Lernenden das musikalische Feuer zu entfachen und ihnen viele unvergessliche Momente in der Welt der Musik zu ermöglichen. Die Musikschule hat von A wie Akkordeon über G wie Gesang bis X wie Xylophon eine breite Auswahl an Instrumenten, die gelernt werden können.

In allen Gemeinden finden regelmässig Konzerte statt, bei denen die Schülerinnen und Schüler Auftrittserfahrungen sammeln können. Nebst dem auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Einzelunterricht hat die Musikschule diverse Ensembles für alle Spielniveaus im Angebot. Hier können die Kinder und Jugendlichen wertvolle Erfahrungen beim gemeinsamen Musizieren sammeln. Die Türen der Musikschule Michelsamt-Surental stehen für alle Altersgruppen offen.

Einmal so richtig in die Tasten greifen: Erste Klaviererfahrungen am Instrumentenparcours.  Archivbilder: uke


Instrumentenparcours

Am Samstag, 22. März, (Triengen, Schulhaus Hofacker) und 5. April (Beromünster, Schulhäuser St. Michael I und IV) finden zwischen 10 und 12 Uhr Instrumentenparcours statt, bei denen die Kinder die Instrumente ausprobieren und Fragen stellen können. Zwischen dem 24. März und 17. April finden die Schnupperwochen statt. Nach individueller Terminvereinbarung können die Kinder mit den Eltern den Unterricht besuchen oder eine Probelektion erhalten.

Weitere Infos zu Angebot und Tarifen (auch für Erwachsene) und die Online-Anmeldung finden Sie unter www.msmichelsamt-surental.ch. Telefonische Auskünfte erteilt die Schulleitung unter der Nummer 041 932 14 21. Das Team freut sich auf viele neue Gesichter jeden Alters.


Am Sonntag, 16. März, findet im Schulareal Rickenbach der 10. Musikschulwettbewerb statt. Über 120 Solistinnen und Solisten sowie sechs Ensembles haben sich zu diesem friedlichen Wettstreit angemeldet, bei dem sie vor einer ausgewiesenen Jury vorspielen und ein Feedback erhalten. Für das leibliche Wohl sorgt die Jugend Brass Band Michelsamt-Surental. Der Eintritt ist frei. Die Teilnehmenden freuen sich auf zahlreichen Besuch.
Von Tuten und Blasen noch keine Ahnung, aber vielleicht schon bald? Posaunenprobe am Instrumentenparcours.

Susanne Bättig




Das könnte Sie auch interessieren