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Natur | Schweiz

Astronomie

Zu jeder Sonnenfinsternis gehört auch eine Mondfinsternis

Gut zwei Wochen vor oder nach einer Sonnenfinsternis ereignet sich immer auch eine Mondfinsternis. So war es auch am Freitagmorgen, dem 28. August. Warum das so ist, erklärt Sterngucker Jürg Junker.

Zwei Wochen vor oder nach der Sonnenfinsternis eine Mondfinsternis: Das liegt in den Gesetzen der Himmelsmechanik, auf die hier jedoch nicht näher eingegangen wird. Viele haben am 12. August über die hochgradig partielle Sonnenfinsternis gelesen, gehört, sie im Fernsehen verfolgt oder aktiv am Himmel beobachtet. 

Mit unterwegs: ein helles Licht

Nur wenige aber sind am letzten Freitagmorgen um 4 Uhr aufgestanden, um zu sehen, wie der Mond in den Erdschatten wandert. Der Sterngucker liess es sich nicht nehmen, aus diesem Anlass erneut auf den Blosenberg zu gehen. Dieses Mal war er ganz alleine und war fasziniert, wie aus dem Vollmond langsam eine Mondsichel wurde. Und um 5 Uhr kam ein leuchtender Punkt von Westen gezogen, nicht blinkend, aber mit konstanter Geschwindigkeit, hell wie der Planet Jupiter. «Das ist die ISS!» ging es ihm durch den Kopf, und der Test im Internet bestätigte seinen Gedanken. 

Die helle, kreisrunde Mondscheibe wanderte in den Erdschatten.

Maximale Verfinsterung von Wolken verdeckt

Dann wurde der Himmel immer mehr durchzogen mit Wolken, die den Mond zeitweise komplett bedeckten, oftmals aber auch ein gespenstisches Bild lieferten. Doch je näher die Zeit der maximalen Verfinsterung (93 Prozent) kam, desto dichter wurden die Wolken, so dass der Sterngucker noch vor 6 Uhr wieder aufs Fahrrad stieg und in der Morgendämmerung zurückfuhr, um sich – zufrieden über das beobachtete Himmelsphänomen – nochmals ins Bett zu legen. Von seinem Freund Niklaus Späni aus Buttisholz erhielt er darauf zwei eindrückliche Bilder der Mondfinsternis vom August 2026.




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