Mehr Knaben an Kantonsschule Beromünster
Rund 4000 Schülerinnen und Schüler stehen aktuell vor einem Wechsel von der Primar- an weiterführende Schulen. Die Auswertung des Übertrittsverfahrens durch die Dienststelle Volksschulbildung zeigt nun, dass mehr Knaben als Mädchen an die Kantonsschule Beromünster wechseln.
Von den insgesamt 3997 Schülerinnen und Schülern, welche die 6. Klasse erfolgreich abschliessen, wechseln dieses Jahr 738 an eine Kantonsschule. Das entspricht einer Übertrittsquote ins Langzeitgymnasium von 18.5 Prozent. Damit liegt die Übertrittsquote 0,2 Prozent tiefer als im letzten Jahr, heisst es in einer Mitteilung des Bildungs- und Kulturdepartements des Kantons Luzern.
Insgesamt wechseln 44 Jugendliche (5.96 Prozent) an die Kantonsschule Beromünster. Bei der Auswertung der definitiven Zuweisungsentscheide fällt auf, dass erstmals seit drei Jahren wieder mehr Knaben (24) als Mädchen (20) den Übertritt an das Gymnasium machen.
Marco Stössel, Rektor der Kantonsschule Beromünster, freut sich darüber, dass das Geschlechterverhältnis beim Übertritt wieder ausgewogener ist: «Mit unserem Ausbildungsangebot wollen wir sowohl Mädchen als auch Knaben gleichermassen ansprechen. Ein Hochschulstudium ist nicht nur für Mädchen interessant, sondern soll auch für Knaben ein Ziel sein dürfen».
Übertritte 2023
Die Dienststelle Volksschulbildung hat die definitiven Zuweisungsentscheide der Kinder der 6. Primarklassen in die Sekundarstufe I ausgewertet. Von den insgesamt 3997 Lernenden sind 49.9 Prozent Mädchen und 50.1 Prozent Knaben. Mit 3240 Schülerinnen und Schülern (81.1 Prozent) wechselt auch dieses Jahr die Mehrheit der Lernenden von der 6. Primar- in die Sekundarschule. Elf Lernende besuchen ab dem Schuljahr 2023/2024 eine separative Sonderschulung.
Text: Vera Bergen, Bild: zvg
Übertrittsverfahren 2023: Mehrheit der Lernenden wechselt in die Sekundarschule
(pd) Rund 4’000 Schülerinnen und Schüler wechseln dieses Jahr nach Abschluss der Primarschulzeit in die Sekundarstufe I. Etwas mehr als 80 Prozent der Kinder treten im Schuljahr 2023/24 in die Sekundarschule ein und 18.5 Prozent in ein Langzeitgymnasium. Elf Lernende besuchen eine separative Sonderschulung.
Die Dienststelle Volksschulbildung hat die definitiven Zuweisungsentscheide der Kinder der 6. Primarklasse in die Sekundarstufe I ausgewertet. Von den insgesamt 3’997 Lernenden, welche das Übertrittsverfahren seit Beginn der 5. Primarklasse durchliefen, sind 49.9 Prozent Mädchen und 50.1 Prozent Knaben. Mit 81.1 Prozent wechselt die grosse Mehrheit der Schülerinnen und Schüler in eine Sekundarschule: 1’258 Lernende besuchen ein integriertes (ISS), 1’284 ein kooperatives (KSS) und 698 Kinder ein getrenntes Sekundarschulmodell (GSS).
Etwas weniger Übertritte ins Gymnasium
Im Kanton Luzern liegt die Übertrittsquote ins Langzeitgymnasium 2023 bei 18.5 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr (18.7 Prozent) minim gesunken. «Die Übertrittsquote ins Langzeitgymnasium beträgt kantonal durchschnittlich seit mehreren Jahren rund 19 Prozent», sagt Simon Dörig, Leiter der Dienststelle Gymnasialbildung. Wie schon im Vorjahr treten 2023 deutlich mehr Mädchen (53.7 Prozent) als Knaben (46.3 Prozent) in ein Langzeitgymnasium ein.
Niveauzuteilungen in der Sekundarschule
Die in die Sekundarschule übertretenden Schülerinnen und Schüler wurden pro Fach in die einzelnen Niveaus zugeteilt. Wie schon letztes Jahr wird eine Mehrheit der Lernenden in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik das Niveau A oder B besuchen. Am häufigsten treten die Lernenden (2’324) im Fach Englisch ins Niveau A oder B ein, am wenigsten (2’032) im Niveaufach Französisch. Eine kleine Anzahl Lernender hat in den vier genannten Niveaufächern individuelle Lernziele. Am häufigsten kommt dies im Niveaufach Mathematik vor (214).
Steigende Zahlen bei separativer Sonderschulung
Nur gerade bei 42 Kindern mussten die Schulleitung der Sekundarschule oder das Rektorat des Gymnasiums wegen Uneinigkeit im Übertrittsentscheid einen Zuweisungsentscheid fällen. «Das zeigt, wie sorgfältig die Lehrpersonen das Übertrittsverfahren durchführen und begleiten», freut sich Martina Krieg, Leiterin der Dienststelle Volksschulbildung. Steigende Zahlen verzeichnet die separative Sonderschulung: Mit elf Lernenden werden deutlich mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr (5) in eine separative Sonderschulung eintreten.
Kurz erklärt: Die Strukturmodelle der Sekundarschule
Im getrennten Strukturmodell (GSS) werden die Niveaus A (höhere Anforderungen), B (erweiterte Anforderungen) und C (grundlegende Anforderungen) in separaten Klassen geführt.
Im kooperativen Strukturmodell (KSS) werden die Niveaus A/B und C in je gemeinsamen Klassen geführt. Die Niveaufächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.
Im integrierten Strukturmodell (ISS) werden alle Lernenden in einer Klasse unterrichtet. In den Niveaufächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden die Lernenden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.
Die Rubrik «Plattform Bildung» erscheint in loser Folge und informiert über aktuelle Themen aus allen Schulstufen, über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Kanton Luzern. Die Rubrik wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern realisiert.