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Mars, Jupiter und Saturn feierten mit

30 Jahre Sternwarte: Hobbyastronom und Sterngucker Jürg Junker durfte vergangenen Sonntag auf der Dachterrasse des Don Bosco Beromünster zur Geburtstagsfeier einladen. Zur Party erschienen unerwartet auch Mars, Jupiter und Saturn.

Anstossen auf 30 Jahre Sternwarte mit Jürg Junker (Mitte) auf der Dachterrasse des Don Bosco Beromünster. 

«Dass die neue Sternwarte vielen Menschen den Himmel auf die Erde bringen würde» – das war der Glückwunsch an die Sternwarte vor dreissig Jahren, 1992 bei ihrer Eröffnung. Dreissig Jahre, das sind ja für astronomische Verhältnisse praktisch ein nichts, für das Menschendenken ist es aber doch eine bedeutende Dimension. Diese wurde dann auch gefeiert, als «Sterngucker» und Hobbyastronom Jürg Junker am vergangenen Samstag zum Jubiläum seiner Sternwarte in Beromünster einlud. Wie vor dreissig Jahren, war es auch an diesem 11. Dezember eisig kalt auf der frisch verschneiten Dachterrasse des Don Bosco. Was aber die kleine Schar der Gäste nicht davon abhielt, gebührend auf das Jubiläum anzustossen.

Einblick in die Experimentierstube

Der Himmel hatte sich just auf diesen Moment in der aufkommenden Dämmerung komplett mit einer kompakten Wolkendecke verhüllt, sodass die Blicke der Besucher vorerst auf irdische Belange wie Gästebuch, Guetzli und Weissweinglas gerichtet blieben. Dann aber öffnete der Sterngucker seinen Gästen die Tür zur Ausstellung im Raum gleich nebenan, wo ihnen anhand vieler Tafeln und Objekte der Himmel doch noch nähergebracht werden konnte. «Eine wahre Experimentierstube!», fand Besucherin Andrea von Allmen aus Beromünster. Sie gehört schon seit längerem zur treuen Fangemeinde des Sternguckers. Wie viele andere auch, hat sie sich von seiner Begeisterung fürs Weltall anstecken lassen und schon mehrere der ausgeschriebenen Events besucht. «Ich finde es so cool, eine Sonnenfinsternis zu beobachten oder die Ringe des Saturn zu sehen», schwärmt die Biologin. «Es zeigt uns, wie klein wir auf der Erde eigentlich sind im gesamten Universum. Beim Blick durchs Teleskop entdecken wir oft etwas Verstecktes, das unseren Forschergeist wecken kann.» Wenn man dann in dieser «Experimentierstube» mit eigenen Händen einen Meteoriten anfassen könne – ein Objekt, das aus der endlosen Weite des Weltalls stammt – dann sei das wirklich äusserst spannend, erzählte Andrea von Allmen begeistert im Anschluss an die Feier.

Einblick ins Weltall

Auch Sterngucker Jürg Junker zeigte sich sehr zufrieden über sein gelungenes 30-Jahr-Jubiläum. Die Veranstaltung konnte in verschiedenen Blöcken besucht werden wie etwa einem Vortrag zum Phänomen des Weihnachtssterns von Bethlehem, einem Video über die Nordlichter und einem Imbiss. Mit einer klangvollen Darbietung auf Oboe, Harfe und Cello durch Barbara, Martha und Klara Zumthurm, bei der auch der Sterngucker selber auf der Oboe mitspielte, wurde das Jubiläum stimmungsvoll abgerundet.

Und zu guter Letzt – Jürg Junker hatte das Teleskop bereits verräumt – öffnete sich tatsächlich nochmals unerwartet der Himmel und gab, wohl um ebenfalls der Sternwarte zum 30-Jahr-Jubiläum die Ehre zu erweisen, den Blick frei auf Mars, Jupiter, Saturn und Co. So konnte das Sternwarte-Jubiläum doch noch mit einem Blick ins All abgeschlossen werden und die neue Dekade der kleinen, feinen Beobachtungsstation hoch über Beromünster ist eingeläutet. Sie wird hoffentlich wiederum vielen Interessierten den Himmel auf die Erde bringen. An Phänomenen wird es ja auch künftig nicht mangeln, genauso wenig wie an Ideen für den Sterngucker. Die nächsten Programmpunkte stehen bereits auf dem Plan.

Text und Bilder: Ursula Koch-Egli

Der Weltraum zum Greifen nah: Andrea von Allmen (links) gefiel es in der «Experimentierstube» der Ausstellung.


Astronomie, kinderleicht begreifbar gemacht.
Sternbild gesucht? Spannender Blick auf eine der ausgestellten Sternkarten.


Astronomie-Ausstellung der Sternwarte noch offen

(red) Die Astronomie-Ausstellung mit viel Anschauungsmaterial im Raum neben der Sternwarte im Don Bosco Beromünster ist noch nicht weggeräumt. «Sterngucker» Jürg Junker wird sie an den folgenden Daten nochmals kommentieren:
Montag, 19. Dezember, 17 Uhr
Mittwoch, 21. Dezember, 17 Uhr
Ebenso wird er anschliessend über den Stern von Bethlehem berichten. Sollte es das Wetter zulassen, können Jupiter, Saturn und Mars im Fernrohr beobachtet werden.
Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Anmeldung gebeten unter Telefon 041 930 14 48 oder E-Mail: junker@gmx.ch.



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