Manuela Jost-Schmidiger soll Regierungsrätin werden
Die Delegierten der «Mitte Wahlkreis Sursee» haben am Dienstagabend, 27. September, entschieden: Mit 57 zu 42 Stimmen wird Manuela Jost-Schmidiger aus Beromünster ins Rennen um den Sitz im Regierungsrat geschickt.
«Ich werde alles darangeben, den Sitz im Regierungsrat für unseren Wahlkreis zu holen», sagt die frisch nominierte Regierungsratskandidatin zu den 101 versammelten Delegierten der Mitte Wahlkreis Sursee. Sie wirkte überrascht, erleichtert und natürlich froh, als das Resultat der geheimen Abstimmung nach dem ersten Wahlgang verkündet wurde. Das Ergebnis war ausgeglichen, Manuela Jost-Schmidiger konnte sich mit 57 zu 42 Stimmen und zwei Enthaltungen gegen die Sempacher Stadträtin Mary Sidler durchsetzen. Bereits vor der Bekanntgabe des Entscheids war für die Anwesenden klar: Egal, wer gewinnt – die Mitte Wahlkreis Sursee werde die Siegerin unterstützen. «Ich bin stolz auf unseren Wahlkreis, dass zwei so fähige Frauen zur Auswahl stehen», bringt Kantonsrätin Priska Häfliger-Kunz die allgemeine Stimmung auf den Punkt.
Fähige Kandidatinnen gestellt
Nachdem die beiden Kandidatinnen zu Beginn der Versammlung ihre Standpunkte klarstellen konnten, hatten die Anwesenden die Möglichkeit, ihre persönlichen Voten abzugeben und Fragen zu stellen. Sowohl Manuela Jost-Schmidiger als auch Mary Sidler erhielten grossen Zuspruch seitens der Versammelten. So zeichne das langjährige Engagement im Gemeinde- und Stadtrat sowie der Einsatz auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene die beiden Politikerinnen aus. «Manuela Jost-Schmidiger übernahm während einer schwierigen Zeit als Vizepräsidentin der Gemeinde viel Verantwortung», meint Carmen Beeli-Zimmermann, Sozialvorsteherin der Gemeinde Beromünster. Dabei sei sie in ihrem politischen Schaffen stets mit viel Leidenschaft dabei. Als langjährige Vorsteherin des Bau-Ressorts der Stadt Sempach bringe auch Mary Sidler das nötige Rüstzeug mit, um den Sitz im Regierungsrat zu stellen, meint Kantonsrätin Yvonne Hunkeler: «Die Mitglieder des Rats sind sehr exponiert. Wer könnte dies besser handhaben als die Bauvorsteherin einer Gemeinde.»
Motor soll weiterlaufen
Sie habe ihren Rucksack mit viel Erfahrung gefüllt, ist Manuela Jost-Schmidiger überzeugt. Mit guter Standfestigkeit, Weitblick, Motivation, Durchhaltevermögen und allem voran einer positiven Grundeinstellung will sie um den Platz im Regierungsrat kämpfen. «Ich möchte mithelfen, dass der Motor der Gesellschaft am Laufen bleibt», so Jost-Schmidiger. Dabei sei es ihr wichtig, als Partei mehr Ecken und Kanten zu zeigen, frecher zu werden und Mut zu beweisen. An der kantonalen Delegiertenversammlung der Mitte, die am 26. Oktober in Hochdorf stattfinden soll, wird sich entscheiden, welcher der vier Nominierten der Luzerner Wahlkreise sich 2023 für den Platz im Regierungsrat stellen darf. Für Manuela Jost-Schmidiger ist klar: Es sei an der Zeit, dass die Mitte im Regierungsrat des Kantons «nach 20 Jahren wieder durch den Wahlkreis Sursee vertreten wird.»
Text: Franziska Kaufmann, Bilder: zvg