Luzernmobil-Challenge: Erfolgreicher Start in ein neues Mobilitätsverhalten
Die zweite Luzernmobil-Challenge ist am ersten Luga-Wochenende erfolgreich gestartet. Über 50 Personen haben ihre Autonummer für vier Wochen gegen ein umfangreiches Mobilitätspaket getauscht. Jetzt geht es darum, neue Mobilitätsformen auszutesten, sich auszutauschen und dazuzulernen. Hier erste Erfahrungen und Erkenntnisse.
Für vier Wochen verzichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihr privates Auto und bewegen sich stattdessen zu Fuss, mit dem öV, einem E- oder Cargobike. Sind sie auf ein vierrädriges Fahrzeug angewiesen, können sie ein Car-Sharing und Cargobike-Sharing-Angebot nach Wahl nutzen. Und wer ganz auf weite Pendelstrecken verzichten will, arbeitet in einem Co-Working Space.
Alle haben nun ihr persönliches Mobilitätspaket erhalten. Die Übergabe fand bei bestem Wetter an der LUGA statt. Beratung gab es von den Partnern edrive, Mobility, Share Birrer, Nextbike, KoKoTé und Flesk.
Schliesslich konnten die Teilnehmenden bei Rent A Bike, Velociped oder Bergwerk das persönliche Velo abholen. Kristy und Ellika haben sich für ein Cargobike entschieden, damit auch der Hund Koda mitfahren kann.
Stefan sagt: «Meinen Arbeitsweg, den ich normalerweise mit dem Auto fahre , habe ich heute zum ersten Mal mit dem E-Bike zurückgelegt. Ich war echt gespannt, ob der Akku die anspruchsvolle Fahrt durchhält. Immerhin fahre ich vom Malters auf den Bürgenstock, rund 30 Kilometer und 600 Höhenmeter. Fazit: Es hat richtig Spass gemacht, mit 45 Km/h durch die Gegend zu fliegen. Sogar der Akku hat gereicht. Überrascht hat mich auch die kurze Fahrtzeit von 55 Minuten. Mit dem Auto benötige ich 40 Minuten und mit dem ÖV 70 Minuten. Bei schönem Wetter ist meine erste Wahl nun klar das E-Bike.»
Andrea sagt: «Da ich bereits 2019 für ein Jahr freiwillig auf das Auto verzichtet habe, gibt es bei mir keine Bedenken. Es benötigt lediglich eine gute Planung für alles wie die Arbeit, Ironman-Vorbereitung und das private Umfeld. Doch wir lieben ja Herausforderungen. Man ist etwas minimalistischer unterwegs und merkt, wir leben im Überfluss.»
Hans-Jörg sagt: «Ich bin seit 40 Jahren begeisterter Radler, staune über meine damalige Weitsicht aus heutiger ökologischer und klimatischer Sicht, dazu der gesundheitliche Aspekt, ausserdem esse ich kein Fleisch, die Challenge ist Bestätigung und Freude, dass auch der Zug für eine sauberere Zukunft in der Öffentlichkeit Fahrt aufnimmt! Glück auf! So bringen wir die Schweiz vorwärts!»
Welche Erfahrungen machst du mit Mobilität? Bringt dich der Frühling auch zum Aufbruch und zum Austesten von neuen Wegen? Lass es uns wissen.
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt / zvg