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Luzernmobil-Challenge: Über 50 Personen verzichten während einem Monat auf ihr eigenes Auto 

Wie gestaltet sich der Mobilitätsalltag, wenn das eigene Auto, das bis anhin der ständige Begleiter war, plötzlich fehlt? Im Rahmen der «Luzernmobil-Challenge» machen ab dem kommenden Wochenende über 50 Personen genau diese Erfah­rung. Für sie gilt es, einen Monat lang möglichst nachhaltig und flächeneffizient unterwegs zu sein. Die kantonale Dachmarke Luzernmobil will mit der Chal­lenge zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Mobilität aufrufen. Die Erfah­rungen und Herausforderungen der Teilnehmenden werden offen geteilt.


Familie Bühler aus Kriens nimmt bald an der Challenge teil. Sie ist schon heute multimodal unterwegs: Einkaufen mit dem Auto, in den Schwimmkurs mit dem öV.


Am nächsten Wochenende werden rund 50 Personen das Nummernschild ihres Autos gegen ein Car-Sharing und öV-Guthaben, ein E-Bike und kostenlose Co-Working-Tage tauschen. Das Mobilitätsexperiment wird damit bereits zum zweiten Mal von «Luzern mobil» initiiert und organisiert. Ziel ist es, Gewohnheiten zu durchbrechen und während eines Monats nachhaltige und flächeneffiziente Mobilitätsformen kennenzulernen. Die Erfahrungen der Teilnehmenden werden dabei offen, ehrlich und transparent in einem Blog auf Luzernmobil.ch sowie über die Sendung «anders unterwegs» auf Tele1 geteilt. Die Luzernmobil-Challenge soll aufzeigen, dass jeder und jede Teil der Lösung ist, wenn es darum geht, einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten. Das Experiment soll die Bevölkerung sensibilisieren und zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Mo­bilität anregen. Die Mobilitäts-Challenge wurde bereits im letzten Herbst mit fünf Haus­halten als Pilotprojekt durchgeführt und ist auf hohe Nachfrage gestossen. Aus diesem Grund wurde die Challenge dieses Jahr mit deutlich mehr Teilnehmenden ausgeschrieben. Allen Bewerbenden konnte eine Teilnahme ermöglicht werden.

Von Vorfreude bis Unsicherheit: Gemischte Gefühle bei den Teilnehmenden 

Eine neue Mobilitätsroutine zu entwickeln, ist nicht einfach. Das hat die letztjährige Durchführung gezeigt und bestätigt auch Sarah Troxler, Projektverantwortliche der Luzernmobil-Challenge: «Die eine oder andere Person war tatsächlich überglücklich, dass sie das Nummernschild nach der Challenge wieder erhalten hat. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier, auch in Sachen Mobilität». Dennoch zeigt die Challenge Wirkung: Ein Teilnehmer des letztjährigen Pilotprojekts hat sein Auto verkauft und setzt seither auf den öV und sein E-Bike. Wenn er ein Auto benötigt, leiht er sich die­ses aus dem Umfeld oder nutzt ein Car-Sharing-Angebot. Eine weitere Person hat sich nach der Challenge das schnelle E-Bike gekauft und ist seither deutlich mehr mit dem E-Bike un­terwegs. Auch dieses Jahr sind die Gefühle der Teilnehmenden gemischt, aber zuver­sichtlich. Silvia aus Kriens nimmt mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern an der Challenge teil. Sie ist dankbar, dass ihre Kinder dadurch neue Mobilitätsperspektiven zu Gesicht bekommen. «Wir freuen uns enorm, mit den E-Bikes und dem Fahrradanhä­nger unterwegs zu sein. Gleichzeitig sind aber auch Bedenken da. Was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt, wir mehr Stauraum brauchen oder es ungeplant schnell gehen muss?» Bereits heute probieren Silvia und ihre Familie, multimodal unterwegs zu sein - sie fährt etwa mit dem Auto zum Einkaufen und mit dem öV zum Schwimmkurs. Eine weitere Teilnehmerin, Renate aus Willisau, hat sich klare Ziele gesetzt. «In 10 Jahren werde ich pensioniert sein. Ab diesem Zeitpunkt möchte ich autofrei leben. Die Challenge ist für mich deshalb eine gute Übung». Auch Thomas aus Schlierbach testet neue und alternative Möglichkeiten für den Arbeitsweg. «Ich möchte in Zukunft auf das Auto verzichten. Das ist für mich der motivierende Ansatz für diese Challenge.» Eine Herausforderung wird die Challenge auch für Sandra aus Neuenkirch. Sie war noch nie mit einem E-Bike unterwegs. «Ich nutze oft unüberlegt und aus reiner Bequemlichkeit das Auto. Ich bin deshalb sehr gespannt, was auf mich und meinen Mann zukommt», sagt sie.


«Ich nutze oft unüberlegt und aus reiner Bequemlichkeit das Auto. Ich bin deshalb sehr gespannt, was auf mich und meinen Mann zukommt.»  Sandra aus Neuenkirch kurz vor der Luzernmobil-Challenge 


Hier können Sie die Luzernmobil-Challenge mitverfolgen:

-  Ab dem 22. April 2024 auf www.tele1.ch/anders-unterwegs

-  Fortlaufend im Blog auf www.Luzernmobil.ch/challenge

-  Auf Social Media: lnstagram, Facebook und Linkedln

-  Peter Bolliger auf lnstagram und TikTok, @peter.bolliger


Aus folgenden Gemeinden sind Teilnehmende dabei: Adligenswil, Ballwil, Buttisholz, Dagmersellen, Dierikon, Emmenbrücke, Ettiswil, Grosswangen, Hellbühl, Hergiswil b. Willisau, Horw, Kriens, Lieli (Hohenrain), Luzern, Malters, Neuenkirch, Rain, Rothenburg, Ruswil, Schlierbach, Sursee, Wauwil, Willisau


Wer selbst nicht an der Mobilitätschallenge mitmacht, kann dank den Deals von Lu­zernmobil dennoch neue Mobilitätsformen ausprobieren:  www.luzernmobil.ch/deals


Die Firma Velociped, ein Mobilitätspartner der Challenge, bereitet die E-Bikes für die Teilnehmenden vor.


Text: Luzia Frei, Bilder: zvg 




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