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Luzerner Regierung ignoriert Rickenbacher Volksentscheid

Der Luzerner Regierungsrat hebelt mit seinem Diktat die Gemeinde Rickenbach aus und ignoriert somit den Volksentscheid. Die Rickenbacher Bevölkerung hat sich mehrfach gegen die Windkraftanlagen auf ihrem Hausberg ausgesprochen und sich stattdessen für die Errichtung einer Schutzzone auf dem Stierenberg entschieden. Es lässt vermuten, dass der Regierungsrat die privaten Interessen einer Nationalrätin, welche dieses Projekt realisieren möchte, höher wertet, als den Entscheid des Souveräns.

Man kann sich kaum vorstellen, wie massiv diese Windkraftanlagen unsere Landschaft verändern würden. Dies würde sich, nebenbei gesagt, auch negativ auf die Immobilienpreise auswirken. Die Gesamthöhe der Anlagen wäre ca. 180 Meter, der Durchmesser der Rotorblätter zirka 126 Meter. Aus Sicht vieler Bürger ist diese dominante Veränderung im Landschaftsbild unverträglich. Wenn man bedenkt, dass dieses gigantische Bauprojekt nur für zirka 2600 Einwohnern/Jahr Strom liefern würde. Dies würde nicht einmal den Strombedarf der Bevölkerung von Rickenbach decken.

Der Wald kommt von allen Seiten unter Druck. Viele Bäume müssten für diese Anlagen gerodet werden. Eine zirka 4,5 Meter breite Strasse müsste erstellt werden. Infraschall, Schattenwurf, Diskoeffekt und Eiswurf, um nur einige Beispiele zu nennen, würden das Naherholungsgebiet massiv abwerten. Die Wasserquellen, von welchen einige Gemeinden aus der Umgebung das Wasser beziehen, wären gefährdet und niemand kann eine Garantie geben, dass diese unbeschadet bleiben würden. Bis zu 1200 Kubikmeter Beton würden pro Fundament verbaut. Diese werden auch nie mehr zurückgebaut. Die Lebensdauer von Windkraftanlagen beträgt lediglich zirka 20 Jahre (Quelle: Dossier Windkraftprojekt Stierenberg).

Windkraftanlagen haben einen enorm negativen Einfluss auf die Tierwelt und die Natur. Am Stierenberg wären unter anderem lokale Greifvögel, ziehende Vögel, Fledermäuse und die Alpen- und Mauerseglerpopulation stark betroffen sowie Insekten, welche von den Rotorblättern millionenfach erschlagen werden. Diese Insekten fehlen dann wiederum als Nahrung für viele Tiere und auch für die Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Wollen wir diesen Schaden an Umwelt und Eigentum sowie die Gefährdung unserer Wasserressourcen hinnehmen für ein wenig hochsubventionerten Strom?

Barbara Eichenberger-Weber, Menziken




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