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Schule | Neudorf

Liselotte und 18 neue «Znünitaschenkinder»

Erstmals nach einigen Jahren erfolgte in Neudorf der Start ins neue Schuljahr gemeinsam mit den Eltern. Der Anzeiger Michelsamt setzte sich stellvertretend für alle Schulbeginne im Michelsamt in die Basisstufe «himmelblau» und lernte dort, wie alle anderen, in der ersten Schulstunde die Kuh Liselotte kennen.

Basisstufe «himmelblau» in Neudorf: Lehrerin Claudia Haas stellt den Kindern die Kuh Liselotte vor.

Zum Schulstart in Neudorf waren nach mehreren Jahren Pause auch die Eltern wieder eingeladen. Während der Pandemie war ein gemeinsamer Start nicht möglich, danach wurde darauf verzichtet. So gab es am vergangenen Montag, um 9 Uhr, einen beachtlichen Aufmarsch auf dem Pausenplatz. Die Eltern erschienen ebenso pflichtbewusst zum Beginn des neuen Schuljahres wie ihre Sprösslinge. Als der Strom abebbte und angesichts der schwierig einzuschätzenden Wetterlage wurden bald alle von Schulleiter Lui von Andrian in die Turnhalle gebeten.

«Kreaktiv»

Halbkreisförmig von den Eltern umringt, setzten sich die Hauptpersonen, die Schulkinder, klassenweise zu Boden. Mitten unter ihnen die sieben Mädchen und elf Knaben, welche heute ihren ersten Schultag verbrachten. Dann folgte der «kreaktive» gemeinsame Start. «Kreaktiv», so laute nämlich das Motto des neuen Schuljahres, erklärte Lehrerin Yvonne Villiger-Brun, weil man sowohl kreativ, wie auch aktiv sein werde. Ihre Kollegin Selina Schlecht stellte eine Figur vor, wie sie jede Klasse erhalten werde. An dieser werden die Kinder in der kommenden Zeit kreativ Hand anlegen können, um sie optisch aufzupeppen.

Danach wurde auch dem «aktiven» Teil des Mottos gefrönt. Claudia Haas liess abwechselnd ein Kind mit einem fussballgrossen Würfel würfeln. Anstelle der Augen, zeigte sich jeweils ein Männchen, dessen Pose es nachzuahmen galt. Die Kinder warfen sich engagiert in die Verrenkungen, welche einiges Gleichgewicht erforderten – die Eltern teilweise auch.

Würfeln…


und sich in die gewürfelte Pose werfen.


Ins Znüni

Nach weniger als einer halben Stunde ging es bereits in die Pause zum Znüni und zum Plaudern. Die Kinder verpflegten sich aus ihren fein säuberlich mit Vornamen angeschriebenen Lunchboxen. Für die Eltern standen Zopf und ein Korb voller Äpfel bereit und Kaffee.

Nach knapp einer halbe Stunde gings ins Znüni.

Himmelblau oder Feuerrot

Wie in Zukunft an jedem Schultag erklang pünktlich um 9.55 Uhr der Gong. Alle begaben sich nun in die Klassenzimmer. Die «Neuen» wurden von den Lehrerinnen in einer der Basisstufenklassen namens «himmelblau», «feuerrot», «grasgrün» oder «sonnengelb» empfangen. Sie gehören den «Znünitaschenkindern» an – wie die ersten beiden Jahrgänge im schulinternen Fachjargon genannt werden. Im Gegensatz zu den «Schultaschenkindern», den älteren beiden Jahrgängen, welche keinen Kindergarten- sondern Schulunterricht geniessen. Den «Znünitaschenkindern» lernten, wo die Znüniboxen gelagert werden und wo die Schuhe gegen die Finken getauscht werden müssen. Nahtlos ging es über in die erste Schulstunde. Alle nahmen auf ihrem Stuhl im Kreis Platz. Nun übernahm die Kuh «Liselotte» die Hauptrolle. Zuerst verbarg sie sich in einer Zündholzschachtel und wollte gefunden werden, dann wanderte Sie von einer Stadt zur anderen. Und schon folgte der erste Auftrag an die Kinder. Bei mehreren Posten erschuf jedes seine persönliche Liselotte. Diese dürfte inzwischen bereits den Umschlag der Mappe zieren, in welcher die Post zwischen Lehrpersonen und Eltern zirkuliert.

Die Kuh Liselotte wandert von Stadt zu Stadt.
Dann wird Liselotte gebastelt.

Martin Sommerhalder




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