Lilu Lichtfestival Luzern: Sehenswürdigkeiten in ganz spezielles Licht getaucht (mit grosser Bildergalerie)
Nach dem Adventsleuchten Beromünster das Lilu Lichtfestival Luzern: Ab Donnerstagabend leuchten zum bereits 5. Mal Gebäude, Plätze und Objekte, dass es eine Freude ist. Die Lichtkunst wurde von Künstler:innen aus der ganzen Welt erschaffen. Das Festival ist noch internationaler und abwechslungsreicher geworden, will jedoch vor allem qualitativ wachsen.
Das Festival mit weltweiter Ausstrahlung zeigt bis Sonntag, 21. Januar, täglich von 18 bis 22 Uhr Installationen internationaler Künstlerkollektive. Heuer mit noch mehr Lichtshows und Konzerten in der Matthäus- und Jesuitenkirche. Seit 2018 hat sich das Lilu sehr stark entwickelt. Festivalleiter Thomas Fritschi sagt: «Wir hätten in den Anfängen nie gedacht, dass das Lilu mal so gross wird. Wir sind stolz, dass es solche Resonanz hat und wollen uns stetig weiterentwickeln, vor allem qualitativ wachsen.» Sie wollen das Festival internationaler positionieren und konnten bereits aus 200 Bewerbungen 24 Künstler und Künstlerkollektive auswählen, die zwischen Neubad und Villa Schweizerhof die Locations bespielen.
Weiterentwicklung des Festivals und der Positionierung von Luzern
Beim Medienrundgang einen Tag vor der Eröffnung begrüssten Tourismusdirektor Marcel Perren und Festivalleiter Thomas Fritschi die Gäste. Marcel Perren sagte gegenüber dem Anzeiger Michelsamt: «Ich freue mich über die Weiterentwicklung und Positionierung des Festivals. Wir konnten in Luzern die Verweildauer der Gäste steigern und setzen auf qualitativen Tourismus.»
Ein Mond ist aufgegangen über Luzern...
Künstler Luke Jerram aus dem englischen Brighton (der Ortsname passt auch gut zu einem Lichtfestival) zeigt seinen imposanten Mond vor dem KKL. 40 Kilogramm wiegt das Kunstwerk, das im Massstab 1:500 000 modelliert ist. Auf die Frage, ob er Architekt Jean Nouvel um Bewilligung angefragt habe, sagt er lachend: «Das habe ich den Organisatoren überlassen. Ursprünglich habe ich geplant, es in der Ecke des Dachs aufzuhängen, das war den Organisatoren dann doch zu heikel. Jeder hat einen Bezug zum Mond. Auch mich fasziniert er sehr.» Luke Jerram lobt vor allem die Niederschwelligkeit des Kunsterlebens hier. «Wenn man Eintritt verlangen würde, hiesse das, Menschen vom Kunstgenuss auszugrenzen.» Es gibt dieses Jahr konsequenterweise so viele kostenlose Programmpunkte wie noch nie.
Vom Wasserturm zur Jesuiten- und neu zur Matthäuskirche
Der Wasserturm ist nach einem Jahr Unterbruch in diesem Jahr wieder beleuchtet. Die Installation der polnischen Künstlerin Kasia Pawlosky heisst «Reuss», was neben dem Flussnamen auch für «Reflecting», «Ephemerality», «Unveiling», «Serenity» und «Surreality» steht.
Das Künstlerkollektiv Ocubo aus Portugal bespielt wieder die Matthäuskirche. Es wartet mit der Show «Spiritus» auf. Auf die Frage, wie sie es geschafft haben, dass die gotischen Bogen zentimetergenau beleuchtet werden, sagen sie: «Mit vielen durchgearbeiteten Nächten...»
Das Künstlerkollektiv Projektil ist jedes Jahr dabei und zeigt ihre Lichtshow in der Jesuitenkirche – dieses Jahr unter dem Namen «Eternity» (Ewigkeit). Dazu sind mehrere Livekonzerte geplant, unter anderem Kings Elliot und die Organistin Suzanne Z’Graggen. Dazu die Berner Musikerin Jaël, die bei Lunik 20 Jahre Leadsängerin war – hier schliesst sich der Kreis zum Mond. Dazu wird es einen «Kalle's Musik-Corner» geben.
130 000 sollen sich in 10 Tagen verzaubern lassen
Die Veranstalter hoffen auf 130 000 Besucher:innen und damit eine moderate Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Der Vorverkauf für die Konzerte und Lichtshows in der Matthäus- und Jesuitenkirche sei vielversprechend, man hoffe auf volle Kirchen und wiederum emotionale Erlebnisse.
Weitere Infos und Buchung von Konzerten, Führungen und Workshops: www.lichtfestivalluzern.ch
Die moderne Lichtshow Spiritus von Ocubo mit elektrisierender Musik in der Matthäuskirche.
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt