Lesetreff: Eine Frage der Chemie
Der erste Roman der amerikanisch-britischen Schriftstellerin Bonnie Garmus «Eine Frage der Chemie» wird als «Roman des Jahres» gerühmt. «Ich habe lange nicht so ein unterhaltendes, witziges und kluges Buch gelesen wie dieses», urteilt Elke Heidenreich auf Spiegel-Online. Der Lesetreff in Rickenbach wills wissen und behandelt dieses Buch am 18. Januar 2023.
Erzählt wird in «Eine Frage der Chemie» die Geschichte von Elisabeth Zott. Sie war eine amerikanische Chemikerin, die Anfang der 60er-Jahre durch ihre Kochsendung bekannt wurde. Obwohl es wie ein echter Lebenslauf klingt, hat Bonnie Garmus für ihren Roman viel erfunden.
Elisabeth Zott arbeitete als hochbegabte Chemikerin Ende der 50er-Jahre an einer amerikanischen Universität. Doch Frauen hatten damals keine Chance. Zott wird für eine Schreibkraft gehalten und der Forschungsleiter gibt Potts bahnbrechende Forschungsergebnisse als seine eigenen aus. Elisabeth Zott verlässt später die Universität und wird durch Zufall Gastgeberin einer mittäglichen Live-Kochshow im Fernsehen. Sie begreift Kochrezepte als chemische Formeln und bildet dadurch das hauptsächlich weibliche Publikum wissenschaftlich weiter. Mit ihrer offenen, direkten Art kämpft sie für die Stärkung und Gleichberichtigung der Frauen.
«Eine Frage der Chemie» hat Witz, die Lektüre macht Spass, und sie packt und reisst umso mehr mit, weil auch Schlimmes nicht ausgelassen wird. Obwohl viele Klischees in den Figuren stecken, wachsen sie den Leser:innen dennoch ans Herz. Im Lese-Treff spricht man zusammen über die Eindrücke von diesem Buch, und zwar am Mittwoch, den 18. Januar 2023, im Gweyhuus Rickenbach um 19.30 Uhr.
Alle interessierten Frauen und Männer sind herzlich dazu eingeladen.
Text: Hedi Villiger, Bild: zvg