Skip to main content Skip to page footer
Leserbrief

Leserbrief: Finissage der Ausstellung «Meine Jugendzeit – Deine Jugendzeit» am 16. und 17. November im Schneggli



Ja, die Jugendzeit – ein Zeitabschnitt, der uns alle bewegt,

Vergangenheit und Gegenwart schnell belebt,

Anekdoten, Ereignisse und kleine Geschichten,

wer möchte nicht gerne eine davon berichten.

Mit Freud und Leid sind sie gar oft verbunden

und unauslöschlich in der Erinnerung gebunden.

Kaum der aufgeweckten Primarschulzeit entlaufen,

galt es sich an der Oberstufe zusammenzuraufen.

Die Sturm- und Drang-Jahre der Pubertät,

hatten vorerst im Alltagsleben erste Priorität.

Im Wechselbad der Gefühle ein Husarenritt

auf der Suche nach dem richtigen Schritt und Tritt.

So die Pubertätsjahre schultechnisch zu meistern,

und nicht durch Desinteresse Wege zuzukleistern.

Die Berufswahl trotz Widersprüchen sorgfältig anzugehen

und trotz vielen Stärken auch Schwächen einzugestehen.

Nicht als Streber, doch erfolgreich unterwegs zu sein,

und trotz Rebellenherz respektvoll mit Erwachsenen sein.

Abwägungen, Entscheidungen, die die Jugend mit sich bringt,

und mit deren Auswirkungen man öfters lange ringt.

Und erst die Eltern, die mit ihrem Verhalten komisch werden,

und im Trubel der Gefühle die Teenies auch mal richtig erden.

Laute Töne, schluchzende Momente, geschlossene Türen,

wohin werden die Stimmungsschwankungen wohl noch führen?

Die Traummama, der Traumpapa sind out, das eigene Ego ist in.

Das Gefühl, die Eltern besiegt zu haben, macht plötzlich Sinn.

Bis erste Liebesgeschichten das Herz zerreissen,

und unerfüllte Träume nichts Gutes verheissen.

Dann sind die Eltern mit ihrem Rat ganz nah,

und im Wechselbad der Gefühle heisst’s bald hurra.

Im Kreis der Freundinnen und Freunde spielt nun das Leben,

bereichernd oder belastend kann es vieles nehmen oder geben.

Die Verlockungen sind gross, der richtige Weg fragil,

mit gesundem Selbstwertgefühl bleibt er stabil.

Stars und Sternchen beeinflussen den Blick auf die Welt,

Selfies, Tweets und Posts zählen unter dem Himmelszelt.

Auch das «Töffli» lässt sich im Kollegenkreis mehr als zeigen,

nur dumm, dass die Kosten für den Ausgang immer steigen.

Allzeit vernetzt, modisch agil und den Trendsettern hörig,

stört dabei die innere Unruhe, die Einsamkeit gehörig.

Die Ausbildung in der Lehre, an einer Schule erhält mehr Gewicht.

Sie gibt dem späteren Leben als Erwachsener ein Gesicht.

Und dann, volljährig nach all dem Sturm und Drang,

nun hat das Leben einen besonderen inneren Klang.

Erwachsen zu sein, selbstbestimmt durchs Leben zu gehen,

aber auch mit viel mehr Verantwortung auf den Füssen zu stehen.

Doch die richtige Schule des Lebens beginnt erst jetzt,

wenn die ersten ausbildnerischen Eckpunkte im Leben gesetzt,

die Berufs- und Familienwelt erwartet viel,

mitten im Leben zu stehen, weder Spass noch Spiel,

nein, Bewährungsproben warten und werden gestellt,

und der Himmel mal heiter, mal aufgehellt,

mal wolkenverhangen und gewitterhaft,

mal mit einem Regenbogen gar zauberhaft.

So ein Leben, welche Vielfalt an Stille und Heiterkeit,

an Hoffnungen, Trauer und Besinnlichkeit,

an Schaffenskraft, Eile und Gemütlichkeit,

an Kontakten, Erfolg und Zufriedenheit

und mit den lieben Bekannten umgeben,

die Unterstützung und Begleitung geben,

das ist die Schule des Lebens unentwegt,

tagein, tagaus, die uns alle vorzu bewegt.


Ein herzliches Dankeschön gehört Regierungsrat Dieter Egli, Schriftsteller Martin R. Dean und dem Jugendblasorchester unter der Leitung von Ruedi Lehnherr. Ebenso all den Persönlichkeiten, dem Freizeithaus «Onderwerch», der Offenen Jugendarbeit der Gemeinden Beinwil am See und Birrwil, der Jugendarbeit im Mittleren Wynental, die über ihre Jugendzeit bzw. ihre Jugendarbeit berichtet und zahlreiche Ausstellungsgüter zur Verfügung gestellt haben. Ein besonderer Dank sei auch den Musikant:innen, den Helfer:innen, den Sponsoren, dem «Anzeiger Michelsamt» für die Berichterstattung und der interessierten Bevölkerung ausgesprochen! Die Ausstellung im Schneggli in Reinach ist letztmals am Samstag und Sonntag, 16./17. November 2024 von 13.30 – 17 Uhr geöffnet. Herzlich willkommen!


René Fuchs, Ausstellungsmacher, Beinwil am See 




Das könnte Sie auch interessieren