Leserbrief zum 2. Wahlgang der Regierungsratswahlen: Beste Eignung vs. Konkordanz
Bei Regierungsratswahlen dreht sich zuerst alles um Parteien und Wählerstärken. Dann aber kommt die entscheidende Phase des 2. Wahlgangs, und der Fokus verschiebt sich zurecht auf das Zentrale: die Qualifikation der Kandidierenden. Es geht weniger um Parteien und mehr um Köpfe. Das war im 2019 so, und es zeichnet sich auch dieses Mal wieder ab. Vor vier Jahren lag der parteilose Marcel Schwerzmann zuerst klar hinter den Kandidierenden von Grünen und SP. Beim zweiten Durchgang entschieden sich die Luzerner:innen aber gegen Experimente und für Sicherheit, Kompetenz und Erfahrung. Schwerzmann legte mehr als 20 000 Stimmen zu und wurde sehr deutlich vor der Kandidierenden der Linken gewählt. Dieses Mal liegt – wenig überraschend – die Kandidatin der kleinsten Partei hinten. Die aktuelle Diskussion zeigt aber, dass erneut ein Wandel stattfindet. Ins Zentrum rückt zunehmend die Frage, wer am besten geeignet ist für das anspruchsvolle Amt. Und unter diesem Aspekt kann der zweite Name, neben Armin Hartmann, nur Claudia Huser heissen. Die Bevölkerung erkennt offenbar, dass nur sie dank ihres beruflichen Werdeganges die nötige Erfahrung und Führungsstärke mitbringt. Das macht sie zur besseren Wahl, obwohl ihre Partei die kleinere ist.
Gaudenz Zemp, KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern