Leserbrief: Im Zweifelsfall «Ja»
Bei jedem Entscheidungsprozess bleiben kleine Fragezeichen, das ist ganz normal. Den Gesamtzusammenhang einer Abstimmungsvorlage abzuschätzen, ohne die vielen Hintergrundinformationen bis ins Detail zu kennen, ist für den Abstimmenden kaum zu bewältigen. Somit bleibt immer ein kleines Restrisiko, welches nur mit dem Bauchgefühl oder Vertrauen aus der Welt geschafft werden kann. Auch besteht die Möglichkeit, sich am «Kleineren Übel» zu orientieren, was sich nachweislich sehr oft als eine äusserst effektive Methode erwiesen hat. Mit Sicherheit kann angenommen werden, dass die externen Experten und der Gemeinderat keine Eigeninteressen in die Vorlage eingebaut haben. Sie haben zusammen mit den Arbeitsgruppenmitgliedern über all die Jahre pflichtbewusst um den grössten gemeinsamen Nenner gerungen. Es ist ein gemeinsamer Kompromiss entstanden, der für eine grosse Mehrheit der Bevölkerung bestimmt positive Wirkung erzielen wird. Als positive Nebenwirkung würde sich hoffentlich auch die aktuelle Blockade lösen und eine gemeinsame Weiterentwicklung könnte weiterverfolgt werden.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach – oder eben ein «Ja» zum kleineren Übel!
Stephan Furrer, Beromünster