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Leserbrief: Der Durchschnittsbürger als Bauexperte

Eines vorneweg, ich bin überzeugt, dass wir die Ortsplanung und die Umfahrungsstrasse so brauchen, wie das nun geplant ist.

Es ist amüsant zu lesen und zu hören, wie viele Bauexperten diese Gemeinde plötzlich aufweist. Hier Privatpersonen, die sich besser auskennen als Fachexperten, da irgendwelche auswärtigen Architektengestalten und sonstigen Besserwisser, die sich um unser Beromünster sorgen wie die Kuh zu ihrem Kalb. Die wenigsten haben genügend Kenntnisse, dafür Budget für Kontra-Kampagnen.

Als «Gwärbler» bekomme ich sehr nah mit, wie gross der Wunsch dieser Veränderung für das Gewerbe ist. Mir sind keine Gegner innerhalb der Gewerbetreibenden bekannt, da die Vorteile einfach massiv überwiegen. Wollen wir eine Verbesserung erzielen, braucht es gewisse Opfer und Kompromisse. Dass man für Bauprojekte vielfach grüne Wiese opfern muss, ist auch nichts Neues. Dass das Wachstum in Beromünster stattfindet, ist einfach nur sinnvoll. Wenn es dann auch tatsächlich einmal 500 Wohnungen (in 15 Jahren!) sein sollten – wo ist das Problem? Beromünster wird nicht einer «Verstädterung» erliegen. Beromünster wird auch nicht seinen Charme verlieren. Beromünster wird sich mit der Ortsplanung und der Umfahrung zu einer modernen Gemeinde entwickeln können, wovon alle profitieren werden. Ich erachte es als viel wichtiger, dass wir als Gemeinde bei den nächsten Wahlen die fähigsten Personen in den Gemeinderat wählen. Die Grundlage dafür können wir am 27.11.22 erschaffen. Wer will schon Gemeinderat werden, wenn die Ortsplanung versenkt wird? Denken wir auch daran. Man kann jetzt sagen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wird es aber. Es geht vermutlich nicht einmal um gut oder nicht gut. Sondern darum, ob wir als Gemeinde diese Chance wahrnehmen wollen oder nicht. Ich selbst erachte ein Ablehnen der Ortsplanung als Rückschritt – was dann wohl genau dazu führt, dass die Jungen das ausbaden müssen.

Es ist immer wieder zu lesen und zu hören, dass man den Jungen ein zukunftsfähiges Beromünster hinterlassen möchte. Meine Empfehlung ist daher, dass man sich aber auch mit der jungen Generation austauscht. Ich stelle fest, dass die Gegnerschaft zu einem grossen Teil aus den Jahrgängen ca. 1955–1970 stammt. Und ich stelle fest, dass einige der Kritiker kaum bis gar nie im Dorf anzutreffen sind. Trotzdem ist man offensichtlich überzeugt, das Beste für die Gemeinde und für die Jungen zu kennen. In meinem Umfeld, mit Jahrgang 1989, kenne ich ebenfalls niemand, der sich gegen die Ortsplanung und Umfahrung stellt. Da die Vorteile überwiegen und wir offen sind für Neues.

Geschätzte Bevölkerung, machen Sie sich keine Sorgen um unsere Gemeinde, mit der Ortsplanungsrevision legen wir den Grundstein für ein modernes und zukunftsfähiges Beromünster.

Raphael Meyer, Beromünster




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