Lehner Versand baut Filialnetz aus: Bereits die 10. Direktverkaufsstelle eröffnet
Während überall Läden schliessen, baut Lehner Versand sein Filialnetz kontinuierlich aus. Im Juni wurde in Hinwil bereits die 10. Direktverkaufsstelle in der Schweiz eröffnet. Der grosse Andrang in den ersten Wochen bestätigt die Strategie.
Kleine Dorfläden haben es immer schwieriger. Viele von ihnen müssen schliessen. Aber auch Städte und Agglomerationen sind vom «Lädelisterben» betroffen. Ein Trend, der sich durch die Coronapandemie verstärkt hat. Ganz anders bei Lehner Versand. Das Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, baut sein Netz an Direktverkaufsstellen weiter aus.
Neueröffnung in Hinwil
Im Juni hat Lehner Versand in Hinwil bereits seine zehnte Direktverkaufsstelle eröffnet. Drei Tage lang wurde die Eröffnung zusammen mit der Bevölkerung gefeiert. Zu den zahlreichen Attraktionen gehörten auch volkstümliche Musik, der Besuch von Globi und ein Glücksrad. «Die Eröffnung war ein voller Erfolg», sagt Thomas Meier, Geschäftsführer von Lehner Versand. «Das liegt unter anderem daran, dass wir im Zürcher Oberland bereits einen grossen Kundenstamm haben. Diese Kundinnen und Kunden können nun die Vorteile der Direktverkaufsstelle in ihrer Nähe nutzen.» Die ersten Wochen seit der Eröffnung zeigen, dass die Direktverkaufsstelle sehr geschätzt wird. «Der Start verlief sensationell. Die Frequenzen sind erfreulich hoch und bestätigen uns in unserer Strategie», so Meier weiter.
Nahe bei den Leuten
Lehner Versand setzt auf drei Absatzkanäle. Der ursprüngliche Versandhandel wurde durch den Onlineshop und ein Netz an Direktverkaufsstellen ergänzt. Im Zuge des Neubaus für die Verwaltung und das Lager entstand 1993 in Schenkon die erste Direktverkaufsstelle. 2006 kam eine weitere in Granges-Paccot bei Fribourg hinzu. Ab 2010 ging es Schlag auf Schlag. «Vor allem in den letzten Jahren haben wir unser Filialnetz laufend ausgebaut. Einerseits, weil uns die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden sehr wichtig ist. Andererseits, weil unsere eher ländliche Kundschaft nach wie vor gerne in einem Laden einkauft», erklärt Thomas Meier. Dieses Bedürfnis erfüllt Lehner Versand mittlerweile mit zehn Filialen von Landquart über Frauenfeld und Spiez bis Visp.
Gesundes Wachstum
Das Familienunternehmen ist nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil es sich seit jeher der Zeit anpasst. Seine Geschichte ist geprägt von einem gesunden Wachstum, sozialem Engagement und Nachhaltigkeit. Die Geschichte von Lehner Versand beginnt 1983 in einer 3-Zimmer-Wohnung in der Zürcher Konradstrasse. Damals übernimmt Gerold Meier den kleinen Othmar-Lehner-Laden mit nur einer Mitarbeiterin. Mittlerweile beschäftigt Lehner Versand über 300 Mitarbeitende, davon arbeiten rund 210 Personen am Hauptsitz in Schenkon.
Text: Raffaela Roth, Bilder: zvg