Skip to main content Skip to page footer

Lauschige Klänge in der Pfarrkirche Pfeffikon

Am Freitag vor Pfingsten bot die Musikgesellschaft Pfeffikon zusammen mit der Alphorngruppe Pfeffikon ein lauschiges Musikvergnügen in der Pfarrkirche. Durch ihre vollen Klänge wähnte man sich gleich in majestätischer Bergwelt.

Mystisch gefärbte Klangwelt mit der MG Pfeffikon und der Alphorngruppe in der Kirche Pfeffikon.

Bereits vor Konzertbeginn war die Stimmung heiter: Man traf sich draussen vor der Kirche, es wurde fleissig geschwatzt. Präsident Roger Geissbühler und Dirigent Herbert Waser zeigten sich am Eingang in voller Konzertmontur.

Fanfaren und Naturtöne

Triumphal eröffnet wurde das Konzert mit dem Stück «Gate to the Alps» von Dominik Wagner. Durch die Fanfaren auf dem Cornett-Register, welche durch die restlichen Stimmen in Harmonien übernommen wurden, wähnte man sich unvermittelt vor der Mächtigkeit der Alpen. Dazu kam ein passendes Gegenthema, das die Ehrfurcht vor der majestätischen Bergwelt schürte.

Ihren Einklang machte die Alphorngruppe mit dem «Andachtsjodler», bei dem eine einfache Naturtonmelodie von den Cornettistinnen Cornelia Zbinden und Marianne Meier umspielt wurde. Passend zur Frühlingsstimmung und dem guten Wetter an diesem Freitagabend, 17. Mai, spielte die MG Pfeffikon das Tessiner Volkslied «L’ Inverno È Passato», arrangiert von Alan Fernie. In neckischer Spielweise und dem bekannten Thema des Kuckucks wurde das Publikum umgarnt.


Marsch und Rock inklusive

Das Alphorn. Es ist interessanterweise kein reines Schweizer Instrument, wurde es doch im Mittelalter von vielen Hirten benutzt. Zum Schweizer Kulturerbe wurde es erst im 19. Jahrhundert durch den riesigen Touristenstrom, die wohlbetuchten Gäste aus England brauchten schliesslich etwas Unterhaltung. Heutzutage wird das Alphorn bedeutend variabler eingesetzt als in seiner Ursprungsfunktion. So gibt es auch Arrangements aus der klassischen Musik oder sogar dem Jazz.

Nach dem besinnlichen «Alphorn Peace Song» ging es zackig weiter. Die MG Pfeffikon überzeugte mit dem Marsch «Emblem of Switzerland» und einer rockigen Version von «Hall of the Mountain King».

Sie könnens auch keck 

Dass auch sie nicht nur lyrisch musizieren können, zeigte die Alphorngruppe Pfeffikon mit der «Schorschi-Polka» von Alexander Wörner. Keck und lüpfig vorgetragen, zeigte sie dem Publikum ihr Können. Wie spielt es sich eigentlich zusammen? «Es ist sicherlich interessant, mit Alphörnern zusammen zu spielen, wenn auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Denn sie haben einen komplett anderen Klang als wir in der Brass-Band», sagt Tubist Barnabas Furrer aus Pfeffikon. «Für mich ist es vor allem speziell, den Klang von hinten zu hören.»

Tubabläser hörten die Klänge für einmal auch von hinten.


... und ein Schuss Romantik

Als Abschluss boten die Musikgesellschaft und Alphorngruppe Pfeffikon unter der Leitung von Herbert Waser und Rudolf Brülisauer mit einem Schuss Romantik Heimweh, aber auch Freude: das Stück «Abschied von den Bergen». Noch einmal erfüllten sie die Pfarrkirche Pfeffikon mit ihrem vollen Berg-Klang.

Ausblick: Am 22. Juni kann man die MG Pfeffikon an der Gwärb24 in Rickenbach hören sowie am Familienkonzert am 15. September im Kubus Rickenbach und zu ihrem Jahreskonzert am 7. und 8. Dezember.


Noël Koch



Bilder: Noël Koch




Das könnte Sie auch interessieren