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KSB-Podium: «Brennpunkte des Weltgeschehens» am 2. April im Stiftstheater 

Vor gut einem Jahr liess Putin die russische Armee in den Nachbarstaat Ukraine einmarschieren. Die verheerenden Folgen sind Tausende von Toten und Verletzten, Millionen auf der Flucht. Und seit einigen Wochen ist der Brandherd Israel wieder in den täglichen Schlagzeilen: Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, Siedlern und Palästinensern. Diese Problematik wird im angrenzenden Syrien und in der Türkei noch überlagert von der jüngsten Erdbebenkatastrophe.


Philipp Scholkmann, stv. Leiter Auslandsredaktion Radio SRF, vor der Mohammed-al-Amin-Moschee in Beirut. Bild: Radio SRF
Zita AffentrangerLeiterin des Teams Osteuropa bei Tamedia, in der Zentralredaktion des Tages-Anzeigers. Bild: TA


Beim diesjährigen KSB-Podium lernen wir zwei Medienprofis kennen, die aktuell als Leiterin des Teams Osteuropa bei Tamedia und als stellvertretender Leiter der Auslandsredaktion von Radio SRF tätig sind – Zita Affentranger und Philipp Scholkmann. Beide waren früher zudem als Auslandskorrespondenten ihrer Medien in Moskau respektive Paris und Beirut im Einsatz und können dem Publikum Einblicke in ein spannendes Berufsfeld vermitteln.

«Die Ukraine wird als traumatisiertes Land zurückbleiben!» 

Zita Affentranger hat nach der Matura Geschichte mit Schwerpunkt Osteuropa und Slawistik sowie Völkerrecht studiert. «Die Faszination für Osteuropa führte mich in den Journalismus und schliesslich folgerichtig noch weiter in die Ferne: Im Sommer 2001 wurde ich Russland-Korrespondentin des Zürcher Tages-Anzeigers und zog mit meiner jungen Familie in die russische Hauptstadt», kommentierte Affentranger vor Jahren ihren Werdegang. Seit der Rückkehr in die Schweiz 2006 betreute und bereiste sie die Region weiterhin als Teamleiterin International der Mantelredaktion von Tamedia. Auf die Frage, welchen Bezug sie zur Ukraine habe, antwortete Zita Affentranger in einem Interview kurz nach dem russischen Einmarsch: «Einen engen. Als Studentin lernte ich ein paar Semester Ukrainisch, reiste in den 90er-Jahren, als noch kaum jemand dieses Land kannte, quer durch die Ukraine, auf den Spuren grosser Denker und Literaten. Danach besuchte ich das Land mehrmals, ich war als Korrespondentin ja auch für die Ukraine zuständig.» Schon vor über einem Jahr war für sie klar: «Die Ukraine wird als traumatisiertes Land zurückbleiben!»

«Die Infrastruktur ist miserabel, die politische Lage unübersichtlich.» 

Der in Hildisrieden aufgewachsene Philipp Scholkmann ist derzeit Auslandsredaktor bei Radio SRF, zuständig für den Nahen und Mittleren Osten und bereist regelmässig Länder dieser Region. Im Zusammenhang mit den jüngsten Erdbeben in Syrien sagte er, das Bürgerkriegsland sei nicht ausgelegt für eine Katastrophe dieses Ausmasses: «Die Infrastruktur ist miserabel, die politische Lage unübersichtlich.» Während Tausende Menschen leiden, könnte Machthaber Assad aus dieser Krise politisches Kapital schlagen, vermutet Scholkmann in einer Rendez-vous- Sendung von Radio SRF. Scholkmann, der Geschichte, Philosophie und Deutsche Literatur studiert hat, ist seit Jahrzehnten eine vertraute Radiostimme, bekannt als Moderator des «Echo der Zeit», als Frankreichkorrespondent zwischen 2003 und 2009 oder ab 2012 bis 2018 als Nahostkorrespondent mit Sitz in Beirut.

Öffentliche Podiumsveranstaltung im Stiftstheater 

Am Palmsonntag stellen sich die beiden Ehemaligen der Kanti Beromünster den Fragen des Moderators Paul Leisibach: Sie berichten von ihrem beruflichen Werdegang, geben Einblicke in die nicht immer einfache und gefahrlose Arbeit als Auslandskorrespondenten und helfen uns, verschiedene aktuelle Krisenherde besser einordnen und einschätzen zu können. Im Schlussteil der Podiumsveranstaltung sowie beim anschliessenden Apéro haben Sie die Gelegenheit, mit den beiden Medienprofis ins Gespräch zu kommen. 

Die Kantonsschule Beromünster lädt alle Interessierten ein zum KSB-Podium am Sonntag, 2. April, um 17 Uhr im Stiftstheater. Eintritt frei, Kollekte.






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