Krankenkassenprämien: Nachhaltige Lösung
Die Krankenkassenprämien explodieren Jahr um Jahr. Für Familien und den Mittelstand sind die Prämien nicht mehr bezahlbar und darum wundert es auch niemanden, dass die steigenden Gesundheitskosten das Sorgenthema Nummer eins von Herr und Frau Schweizer sind. Doch wie löst man dieses Problem? Indem man immer mehr Prämienverbilligungen in das kranke und voller Fehlanreize gepackte System steckt und die Profiteure mit weiteren Steuermilliarden befeuert? Oder indem man das Problem an der Wurzel packt und an der Ausgabenseite etwas verändert?
Aus meiner Sicht eignet sich die zweite Variante viel besser und sie ist erst recht günstiger und nachhaltiger. Denn wenn wir nicht nur Kosmetik mit den Gesundheitskosten machen wollen, müssen wir langfristig an der Ausgabenseite etwas verändern und nicht noch mehr Steuergelder in das krankgewordene Gesundheitssystem stecken. Das Volk hat nun die Chance, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Denn es ist schon lange bekannt, dass man mit einfachen Massnahmen rund 6 Milliarden Franken pro Jahr einsparen könnte, ohne Qualitätseinbussen im Gesundheitswesen zu generieren. Jedoch hatte von den Entscheidungsträgern bisher niemand Interesse, diese Massnahmen umzusetzen, weil sonst die milliardenhohen Gewinne der Pharmafirmen und Leistungserbringer zurückgegangen wären. Und diese Kostenexplosion, welche durch massenhafte Fehlanreize generiert wird, trägt die Bevölkerung seit Jahren auf ihrem Buckel aus. Das kann es nicht sein. Wir brauchen darum eine nachhaltige und enkeltaugliche Lösung. Darum stimme ich am 9. Juni 2024 klar Ja zur Kostenbremse im Gesundheitswesen – herzlichen Dank, wenn auch Sie mit Ihrem Ja für eine nachhaltige Problemlösung einstehen.
Luca Boog, Beromünster, Kantonsrat Die Mitte