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Konzert der Lokalmatadoren: «Ankebock the bänd» begeistern 300 Konzertbesucher

Am Freitagabend wurde das Festwochenende in Hildisrieden so richtig lanciert: Nach einem Pastaplausch spielten die 12 Musiker und zwei Musikerinnen aus Hildisrieden und Umgebung, die seit 2005 für starke Coversongs stehen, ganz stark auf.

Spielfreude und Leidenschaft bei jedem Stück spürbar: Ankebock the bänd.


Die Vorfreude bei den 300 Fans war gross auf die Hildisrieder Band, die aus den Lüütertütern, der lokalen Guuggemusig, entstanden ist. Sie haben jährlich 10 bis 15 Auftritte, gerade kürzlich wieder im Stadtkeller Luzern. Am Nachmittag hatten sie einen kurzen Gig an der Luga. «Das ist erst unser Aufwärmen und Einspielen, richtig gut und wichtig wird es heute Abend in Hildisrieden», lachte Sänger Thomas «Wolfeli» Wolf, und Andi Stöckli meinte: «Bis heute Abend, wir freuen uns sehr!»

Soulige Stimme und Virtuosen an jedem Instrument

Ob Rock, Funk, Mundart oder leicht jazzig angehauchte Stücke, sie begeistern jedes Mal mit einem vielseitigen Repertoire. Andrea Stöckli hat eine begnadete, soulige Stimme, und Thomas Wolfs Stimme passt sehr gut dazu. Er hat seinen Gesang weiterentwickelt und strahlt eine unbändige Freude am Repertoire aus. Posaunistin Céline Estermann hatte ebenfalls einen Gesangsauftritt bei «This Little Light», als plötzlich ein Gesangstrio die Bühne rockte. Was am ganzen Abend am positivsten herausstach: Sie sind wirklich ein Team, jede und jeder kam mit Soli zur Geltung und wurde beklatscht und gefeiert von den anderen Bandmitgliedern, wie man dies selten erlebt. Vielleicht auch ein Hildisrieder Wesenszug: geteilte Freude ist doppelte Freude, und jeder bringt sich beherzt ein. Obwohl keine Berufsmusiker und Musiklehrer in ihren Reihen sind, ist jeder stark bis virtuos darin, was er musikalisch macht.

Adele mit Reggae-Touch

Adrian Baumann am Altsax machte schon in einer der ersten Ansagen klar, dass es eine Herausforderung ist, in einer so grossen Combo einen Konsens über neue Lieder zu erreichen, die neu ins Repertoire aufgenommen werden. «Das kann fast nur zu mittlerer Unzufriedenheit bei allen führen», meinte er mit einem Augenzwinkern. Thomas Wolf sagte zum Auswahlprozess gegenüber dem «Michelsämter»: «Wir haben dafür einen Liederchat mit Vorschlägen und einem ausgeklügelten System dazu. An einem feuchtfröhlichen Abend wird dann entschieden.» Offenbar wieder gut, denn die zwei Sets und die fünf Zugaben begeisterten allesamt. Auch die Arrangements überzeugten. Da war etwa Adeles «Hello» in einer sehr eigenständigen Reggae-Version. Andi Stöckli sagte dazu nach dem Konzert: «Ich habe grossen Respekt vor Adele, eine Über-Stimme, da entschieden wir, etwas Eigenes, Reggae-eskes zu machen. Es bedeutet uns sehr viel, hier zu spielen und zu spüren, dass es sehr gut angekommen ist.» 

«Happy Birthday» als tagesaktuelles Party-Highlight

Kein einziger der dargebotenen Songs fiel ab. Auch «Roots To Grow» von Stephanie Heinzmann war Reggae at its best. Weitere Songs, die positiv herausstachen, waren «Soul Shake», im Cover von Polo National als «Giggerig» bekannt, «Happy Birthday» von Stevie Wonder, «St. Elmo's Fire» von John Parr, «Liquid Lunch» von Caro Emerald, «Hinter dem Burnout» von Flo Mega, und die Hymne für Toleranz «Vincent» von Sarah Connor – ein Gänsehautmoment. Ein weiterer grosser Moment war Rainhard Fendrichs «Weus d'a Herz hast wir Bergwerk», das bei uns durch Flöru Ast und Francine Jordis kurze Romanze zum Hit wurde. Ankebocks Liebe für Patent Ochsner lebten sie aus mit «Für immer uf Di», «Trybguet» und «W'Nuss vo Bümpliz». Dazu Matters «Hemmige» und Hechts «Heicho». Auch nach fünf Zugaben wollte man sie fast nicht gehen lassen. So war nach diesem grossen Musikabend das grosse Festwochenende so richtig lanciert.


Zwei ausgiebige Sets und fünf Zugaben – das ist Ankebock beim Heimspiel.


Schon der Pastaplausch war eine reine Freude bei Jung und Alt.
300 Fans stärkten sich vor dem Konzert mit feinster Pasta. 


Die coolen Socken zum Jubiläum waren ein echter Hingucker.



Das OK «850 Jahre Hildisrieden» v.l.: Tamara Noti, Oliver Rüttimann, Sylvia Bleisch, Otto Troxler und Monika Emmenegger.


Bravouröse Organisation: Monika Emmenegger.
Adrian Baumann am Sax.
Thomas Wolf lebt die Musik.


Céline Estermann verstärkt das schon starke Gesangsduo. 
Die Spielfreude ist ihnen anzusehen und anzuhören.


Andächtiges Publikum bei den ruhigeren Nummern.
Hildisrieden kann stolz sein auf ihre Lokalmatadoren.


Jeder Song ein Volltreffer!
Bei den fetzigen Stücken war der ganze Saal auf den Beinen.


Das Zentrum inpuls fühlte den Puls der Musik.


Text: Karl Heinz Odermatt, Bilder: kho / Heidi Fleischli




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