Skip to main content Skip to page footer

Können so unsere demokratischen Werte ausgehebelt werden?

Demokratie kommt vom altgriechischen Wort «demokratia» und heisst übersetzt «Volksherrschaft». Das Volk besitzt die «Machtbefugnis». Somit gilt es, jeweils den Mehrheitsentscheid des Volkes zu akzeptieren. In Beromünster ist dies leider nicht (mehr) der Fall. Minderheiten wollen den Entscheid des Souveräns nicht akzeptieren. Man gründet eine IG, sucht Investoren und Institutionen, die meistens noch vom Staat finanziell (also vom Steuerzahler) getragen werden (z. B. ISOS) und durchläuft sämtliche gerichtliche Instanzen, um einen (demokratischen) Volksentscheid umzukippen. Auch wartet man immer den letztmöglichen Termin einer Einsprache ab, um die bestmögliche Wirkung der Verzögerungstaktik erzielen zu können. Ein Richter oder ein Richtergremium in Lausanne entscheidet schlussendlich, ob der Souverän in Beromünster legitimiert ist, selbst über seine Zukunft zu bestimmen. Da frage ich mich ernsthaft, ob ich als Bürger bei Sachgeschäften überhaupt noch zur Urne gehen soll, wenn letztendlich nicht das Volk, sondern ein Richter in Lausanne die Macht und Entscheidungsbefugnis wahrnimmt?

Die Rechte des Bürgers werden so ausgehebelt und für nichtig erklärt. Institutionen und Leute, die nicht einmal wissen, wo Beromünster liegt, mischen sich in unsere Angelegenheiten ein, um Unmut, Hass und Zwietracht zu schüren. Die Folgen: langjährige Verfahren, Verzögerungen, Verteuerung der Projekte, einheimisches Gewerbe, das aufgrund des Baustopps um ihre Existenz zittern muss, dessen Angestellte sogar um ihren Job bangen müssen.

Ist dies die Zukunft, die fortan den Weg der Entwicklung einer Gemeinde aufzeigt und gegangen wird? Können oder dürfen wir die Entwicklung unserer Gemeinde nicht mehr selber bestimmen? Wird dies inskünftig in Lausanne fremdbestimmt? «Wehret euch vor fremden Händel!»,  warnte Bruder Klaus vor einigen hundert Jahren. Dieser Spruch ist aktueller denn je!

Muss ich mich schämen, Bürger von Beromünster zu sein?

Franz A. Herzog, Beromünster




Das könnte Sie auch interessieren