Kirchgemeindeversammlung Rain: Steuerfuss wird gesenkt
Die gut stündige Kirchgemeindeversammlung fand am Mittwochabend, 20. November, in der geheizten Pfarrkirche St. Jakob statt. Die 30 Anwesenden stimmten dem Budget mit einem Ertragsüberschuss von gut 37 000 Franken bei einem Aufwand von 1,118 110 Millionen Franken zu und senkten den Steurfuss fürs kommende Jahr um 0.02 EInheiten.
Kirchenratspräsident Adrian Schmidiger begrüsste die Anwesenden, unter ihnen hiess er die Mitarbeitenden, die ehemaligen Mitglieder des Kirchenrates und die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission speziell willkommen und führte zügig durch die Traktanden.
Franziska Burri führte traktandengemäss in den Finanzplan ein und erörterte das Budget, das für das Jahr 2025 bei einem Aufwand von 1,118 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 37 287 Franken vorsieht. Sie erwähnte auch, dass am kommenden 30. November das letzte Darlehen zurückbezahlt werden könne. Danach wurde dem Antrag des Kirchenrates, den Steuerfuss von 0,30 auf 0,28 Einheiten zu senken, dem auch die Rechnungskommission unterstützt, einstimmig zugestimmt.
Rechnungsprüfungskommissionspräsident Gregor Hug lobte das seriöse Budget und die gute Planung der Finanzen bis ins Jahr 2029. Mit einem Schmunzeln forderte er die Sakristaninnen und den Pfarreileiter auf, die Glocken am ersten Advent doch etwas länger läuten zu lassen, wir könnten ja schliesslich feiern, dass die Kirchgemeinde Rain dann schuldenfrei sei.
Bei den Löhnen der Mitarbeitenden der Pfarrei wird ein Stufenanstieg und ein Teuerungsausgleich von 2 Prozent gewährt, wie es die Landeskirche Luzern empfiehlt.
Dem Sonderkredit von 110 000 Franken für eine fachgerechte Innenreinigung der Pfarrkirche, welche für das erste Quartal 2025 geplant ist, wurde zugestimmt. Dies beugt grösseren Folgeschäden vor. Die Kirchmeierin dankte zum Schluss der Rechnungsprüfungskommission für das Begleiten und das Prüfen der Finanzangelegenheiten.
Marlies Mehr wurde für ihre langjährige Tätigkeit als Organisatorin der 1.Augustfeier der Pfarrei geehrt. Nach dem Jodelfestgottesdienst in der Pfarrkirche offeriert die Pfarrei jeweils einen Risottoplausch auf dem Begegnungsplatz, oder bei sehr schlechtem Wetter, wie 2024, im und vor dem Pfarreiheim. In den letzten zehn Jahren hat Marlies mehr als 30 Kilogramm Zwiebeln geschnetzelt, damit ihr Mann Hans Mehr mit seinen Helfer:innen etwa 200 Kilogramm Risottoreis zubereiten konnte.
Im Projekt Sternenkinder orientierte Adrian Schmidiger, dass zusammen mit der Einwohnergemeinde ein Projekt in Planung sei, um für diese Kinder einen schönen Platz auf dem Friedhof zu gestalten. Er orientierte auch kurz zum aktuellen Stand der Missbrauchsstudie.
Pfarreileiter Erich Hausheer erzählte von der beeindruckenden internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom, an welcher sieben Ministrantinnen und Ministranten aus Rain und Hildisrieden im Alter ab vierzehn Jahren teilnahmen. Dort durften sie Papst Franziskus aus nächster Nähe begegnen. Die Metropole Rom wäre richtiggehend in der Hand der Jugend gewesen, da zu dieser Zeit insgesamt 60 000 Ministrierende, davon 600 aus der Schweiz, Rom und den Papst besuchten.
Beim Apéro im Pfarreiheim konnte man sich begegnen und miteinander sehr persönlich ins Gespräch kommen.
Text und Bilder: Margrit Leisibach Hausheer