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Kirchgemeindeversammlung Beromünster: Der Samichlaus verabschiedete die Ehemaligen würdevoll und mit viel Schalk

Gelungene, abwechslungsreiche Kirchgemeindeversammlung in Möischter am Dienstagabend mit Verabschiedung von allen verdienstvollen Ehemaligen. Was der Samichlaus wohl alles über sie herausgefunden hat?


Michi Egli wurde als Visionär gelobt und hatte sichtlich ein gutes Gewissen gegenüber dem Samichlaus.

Im Hintergrund des Saals hatten Petra und Franz Scheuber bereits ein Apéro riche aufgebaut, man durfte sich also auf einen Schmaus nach den Traktanden der Budgetversammlung freuen. Markus Schmid freute sich, dass er erstmals als Kirchgemeindepräsident der fusionierten Kirchgemeinde zur Budgetversammlung begrüssen durfte. 62 Stimmberechtigte waren gekommen. Vom Seelsorgeteam waren Theres Küng und Christa Wandeler da, dazu die bald höchste, jedoch nach eigenem Bekunden nicht frömmste Luzerner Katholikin, Susan Schärli, ebenso Markus Wandeler vom Stift und Gemeindepräsidentin Manuela Jost-Schmidiger. Markus Schmid informierte vorab kurz über den Planungsstand des Begegnungszentrums und zur Missbrauchsstudie. «Auch wir vom Kirchenrat verurteilen die Missbräuche aufs Schärfste. Über einige Entscheidungen in den letzten Wochen kann man kontrovers diskutieren. Ich bin überzeugt, auch hier im Raum gibt es ganz unterschiedliche Meinungen», sagte Markus Schmid.

Alles einstimmig durchgewinkt

Kirchmeier Andreas Ineichen stellte dann Jahresprogramm und Budget inklusive Investitionsrechnung vor. Fritz Hüsler ergriff bei der Investitionsrechnung das Wort und hielt ein Plädoyer für einen Treffpunkt in der Kirche Neudorf, wie das etwa in Uffikon mit einer Kaffee-Ecke erfolgreich umgesetzt wurde. Man spürte sein Engagement für die Kirche Neudorf, «obwohl ich mich ja als ehemaliger Kirchenrat nicht mehr einmischen sollte», wie er anmerkte.

Alles wurde einstimmig angenommen, ebenso die Beibehaltung des Steuerfusses bei 0.30 Einheiten. Der Präsident der RPK, David Stocker, erläuterte den Revisorenbericht. Die Arbeit von Andreas Ineichen im anspruchsvollen Fusionsjahr wurde herzlich verdankt. Das Revisorenteam, David Stocker, Céline Amrein und Sandra Blöchliger, wurde für das wertvolle Mitdenken in Finanzfragen gelobt. 

Anschliessend folgte unter Varia ein Infoblock, wo Theres Küng, Susan Schärli und Pfarreiratspräsident Michael Engels das Wort ergriffen. Susan Schärli sagte, dass sie sich den Einstieg nicht so turbulent vorgestellt hätte, doch «wir machen was, und es kommt gut!» 

Dann standen sage und schreibe 14 Verabschiedungen an. Markus Schmid verabschiedete von der Rechnungsprüfungskommission (RPK) Schwarzenbach die «drei Musketiere von Heidi», Patrick Kneubühler, Adrian Stadelmann und Felix Baumgartner, der «eine gefühlte Ewigkeit», nämlich gegen 20 Jahre in der RPK war. Christoph Stocker und Martin Baumgartner wurden aus der RPK Neudorf verabschiedet, letzterer war sogar über 20 Jahre dabei. Aus Beromünster waren Dieter Habermacher 13 Jahre und Petra Scheuber 12.5 Jahre dabei und erhielten ebenfalls ein Abschiedsgeschenk aus dem RPK-Dienst.

Hinterbänkler oder Angst vor dem Samichlaus?

Für die weiteren Verabschiedungen hatte sich der Präsident Unterstützung organisiert: Grosser Auftritt des... Samichlaus! Er startete extra für den Kirchenrat vorzeitig, vor den «drei stressigsten Tagen des Jahres», wie er sagte, bevor er dann wieder ein Jahr frei machen könne...

Zu jedem der ehemaligen Kirchenräte wusste der Samichlaus Lobendes und Lustiges zu sagen. Er meinte fast entschuldigend, er habe gründlich geforscht und halt fast nur Gutes gefunden. Ihm fiel auf, dass fast alle Geehrten ganz hinten sassen. «Was seid denn ihr für Hinterbänkler? Habt ihr etwa ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Samichlaus?», meinte er für einmal eher tadelnd.

Zu Yvonne Fankhauser, 4 Jahre im Kirchenrat Schwarzenbach, meinte er: «Apéro war ihre Stärke, ... also nicht nur.» Im allgemeinen Gelächter ging fast unter, dass sie auch als «Macherin und Selbstläuferin gelobt wurde.» 

Heidi Lötscher habe neben ihrem Amt als Kirchmeierin, das sie 12 Jahre innehatte, an sehr viele Sitzungen ein Plättli, ein Dessert oder sonstige Schnausereien mitgebracht, was dem Samichlaus extrem imponierte, sodass sie gar nicht nervös hätte sein müssen vis-à-vis des Chlaus.    

Rolf Kunz wurde so sehr gelobt für seine 12 Jahre im Amt in Schwarzenbach, der Chlaus wollte fast nicht mehr damit aufhören...

Oli Conrad hat sieben Jahre in Neudorf treu gedient. Der Chlaus empfahl ihm, mit seiner ruhigen und besonnenen Art nun seine Frau genau gleich zu unterstützen, wo er nur könne. Er versprach genau das...

Auch bei Fritz Hüsler hatte der Chlaus, eher überraschend bei 9 Jahren Amtszeit, nur lobende Worte und keine Leichen im Keller gefunden. Die Kirchensanierung hat er nach dem Hagelunwetter auch nach erfolgter Fusion noch mit Herzblut weiter betreut und geleitet.  

Renate Schmidlin war seit 2014 in Beromünster aktiv. Ihre Verlässlichkeit und ihr Ideenreichtum wurden vom Chlaus richtig abgefeiert. 

Michi Egli schliesslich wurde als Visionär gelobt und besonders seine Rolle im Fusionsprozess gewürdigt. Er habe einen Fussabdruck in unserer Region hinterlassen. «Leider konnten nicht alle Visionen während seiner Amtszeit umgesetzt werden, scheinbar kam da ein kleines Umfahrungs-Strassenprojekt in die Quere», meinte der Samichlaus vielsagend.   

Markus Schmid dankte allen für alles, schloss die Versammlung und eröffnete den Apéro riche, wo noch lange diskutiert und gewerweisst wurde, was der Samichlaus noch alles herausgefunden haben könnte bei seinen Recherchen, aber aus Gründen der Political Correctness nicht zu sagen wagte... 


Die 62 Teilnehmenden waren einstimmig mit allem einverstanden.


Heidi Lötscher war 12 Jahre in Schwarzenbach engagiert dabei und hätte vor dem Chlaus gar keine Angst haben müssen. 
Yvonne Fankhauser war 4 Jahre in Schwarzenbach im Amt. «Apéro war ihre Stärke, ... also nicht nur», meinte der Chlaus.
Rolf Kunz war 12 Jahre in Schwarzenbach «in charge» und wurde deshalb vom Chlaus sehr gelobt.
Oliver Conrad war seit 2016 als Aktuar in Neudorf dabei. Judith Rogger gratulierte ihm dazu herzlich.
Fritz Hüsler war mit viel Herzblut Kirchenratspräsident in Neudorf und trug Veränderungen voll mit.
Michi Egli liess die sehr vielen lobenden Worte stoisch über sich ergehen und dachte wohl, dass der Chlaus noch besser recherchieren sollte...
Renate Schmidlin war 8,5 Jahre im Kirchenrat Beromünster engagiert, was dem Chlaus sichtlich gefiel.
Präsident Markus Schmid dankte dem Samichlaus, dass er vor den «drei stressigsten Tagen des Jahres» schon zum Kirchenrat kam.
Auch Kirchenrätin Claudia Erni Baumann hatte viel gesunden Respekt vor dem Samichlaus.
Ein prächtiger Samichlaus, verkörpert von... wer findets raus?



Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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