Kirchenzeit: Wenn Kinder einander zuhören
Am Tag vor Auffahrt gehen die Schulkinder mit Lehrpersonen, Katechetinnen, Pfarreiseelsorgern und Chorherren des Stiftes über die Schanz. Der Bittgang über die Schanz ist ein wertvolles Kulturgut fürs Michelsamt; er ist wie ein «opening act» eines grossen Anlasses.
Am 17. Mai waren die Böden mit Regenwasser durchtränkt. Deshalb wurden die Basisstufenkinder direkt in den Saal des Pfarreiheimes und die Primarstufenkinder in die Pfarrkirche St. Stephan eingeladen.
Konzentriert hörten die Kinder einer Erzählung zu. Wer gut lauschen kann, hört, wie die Erde weint, welche Geräusche Schnecken machen und wie Gott sich im Säuseln des Windes zeigt.
Danach übten die Kinder aufmerksames Zuhören ein: Mit einem papierenen Hörrohr hörten die Kinder auf ihre Gspändlis, auf die Geräusche draussen im Freien, auf ihr Herz und auf das Wort von Gott. In der Hoffnung, dass auch Gott uns hört, beteten alle miteinander für den Frieden, für wertschätzendes Zusammenleben und für eine schöne Uffert. Schliesslich durften die Kinder das Hörrohr zu einer Tüte umdrehen und für gepoppte Pop Corns verwenden. Vielen Dank allen, die den Kindern den «Bittgang» ermöglicht haben.
Theres Küng, Gemeindeleiterin