Kirchenzeit: Es ist ein Drama ohne Ende – Schwester Maria redet Klartext
«Warum kommen nur die Männer?» Diese Frage wird oft nicht ausgesprochen, aber gedacht. Ist es wirklich so, dass vor allem junge Männer an die Türen unseres Landes klopfen – oder täuschen wir uns?
(Eins.) Was drängt Männer, Frauen und Kinder dazu, ihre Heimat zu verlassen und zu flüchten? Was bedeutet flüchten»? Flucht und Migration beschäftigen uns und werden auch die kommenden Generationen beschäftigen. Sie beeinflussen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und ethisch-religiöse Haltung.
«Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen. (Mt 25,35)» In Jesu Nachfolge nehmen sich insbesondere Ordensleute den Menschen auf der Flucht an. Eine davon ist Sr. Maria Rohrer. Sie ist Don Bosco-Schwester und seit 46 Jahren in Zentralafrika und im Maghreb in der Entwicklungshilfe tätig. Sie weilt einige Tage in der Schweiz und erzählt von Ihrer reichen Erfahrung mit Migranten und Flüchtlingen. «Viele Flüchtende kommen nie ans Ziel. Noch nie haben wir von so vielen Toten gehört», so die aus der Schweiz stammende 76-jährige Don-Bosco-Schwester in einer Mitteilung an das Hilfswerk «Jugend Eine Welt». Sie ist derzeit als Seelsorgerin für Studentinnen aus Schwarzafrika in der katholischen Pfarrei von Tunis tätig.
Dieser Anlass wird gemeinsam organisiert von Don Bosco und Pastoralraum Michelsamt. Alle Interessierten sind herzlichst eingeladen zum Referat am Mittwoch, 29. Mai 2024, 19.30 Uhr im Pfarreiheim Beromünster. Es ist keine Anmeldung notwendig, und der Anlass ist kostenlos.