Kirchenzeit: Impulse zur Fastenzeit
Liebe Leserinnen und Leser,
die Zitate weltbekannter Persönlichkeiten, die Texte aus der Bibel von Jesaja und Jesus weisen drauf hin, dass Fasttage und Fastenzeiten zum festen Bestandteil aller Weltreligionen gehören. Der Gläubige soll sich durch das Fasten auf seinen Glauben konzentrieren und Gott näherkommen. Aus dem freiwilligen Fasten können wir Menschen auch Kraft schöpfen, um gerechter und liebevoller mit der ganzen Schöpfung, den Menschen und Tieren umzugehen.
Alle großen Religionsstifter machten eine Phase des Verzichts durch. Jesus zog sich vor seinem öffentlichen Wirken 40 Tage zum Fasten in die Wüste zurück; Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde; und Moses stieg auf den Berg Sinai und fastete 40 Tage, bevor er Gottes Wort empfing.
In verschiedenen Situationen ermutigte Jesus seine Jünger, Jüngerinnen und Zuhörer zu fasten, aber nicht mit finsterem Gesicht, sondern mit einer positiven Ausstrahlung und dabei die Menschen wahrzunehmen, denen das Nötigste für ein würdiges Leben fehlte.
Jentezen Franklin, ein amerikanischer Pastor macht uns darauf aufmerksam, dass Fasten wie ein Frühjahresputz für den Körper sein kann. Wer fastet trägt zum eigenen Wohlbefinden bei! Und Mahatma Gandhi weist darauf hin, dass die Fastenzeiten Teil seines Wesens sind und darauf nicht verzichten könnte.
Ich ermutige Sie, nützen Sie die Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung je nach den vorhandenen eigenen Kräften und Gutdünken, auf etwas zu verzichten, das zu Ihrem Lebensstandard gehört und dabei zu spüren, dass man auch mit ein paar weniger Annehmlichkeiten glücklich sein kann. Vielleicht tragen Sie mit Ihrer neuen Haltung auch dazu bei, die Not einiger Menschen zu lindern und die Schöpfung zu bewahren.
Eine besinnliche Fastenzeit wünscht Ihnen
P. Bruno Oegerli, Leitender Priester im Pastoralraum Michelsamt
Das Fasten ist ein Frühjahrsputz für den Körper!
Jentezen Franklin, amerikanischer Pastor
Lediglich mit dem Essen aufhören heißt noch nicht fasten!
Mahatma Gandhi, indischer Pazifist
Nein – ein Fasten, das mir gefällt, sieht anders aus: Löst die Fesseln der Menschen, die man zu Unrecht gefangen hält, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!
Prophet Jesaia 58.6
Fasten führt zu einer tiefen Verbundenheit mit sich selbst, mit den anderen Menschen und mit der Natur, deren Luft wir atmen, deren Wasser wir trinken, die uns ernährt, von der wir also leben. Aus dieser tiefen Verbundenheit mit allen und allem wächst die Bereitschaft, sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.
Niklaus Brantschen, Schweizer Zen-Meister
Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie eben so wenig verzichten, wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.
Mahatma Gandhi, Indischer Pazifist
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Matthäus 6:16-18