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Kalle's Musik-Corner just around the corner: «Has im Gras» begeistern zum Auftakt der Kilbi Möischter

Am vergangenen Freitagabend war in der Brügeli-Hütte als fulminanter Auftakt der legendären Kilbi Möischter «Has im Gras» um Ruedi Weber vom Trolerhof angesagt. Von Reggae über Patent Ochsner bis Carlos Santana, Pink Floyd und die Stones haben sie den Groove bekanntermassen voll drauf. Sie überzeugten als starke Band mit jedem einzelnen Song und spielten bis nach Mitternacht.


Bandleader Ruedi Weber mit Bassist Thoby Heiniger voll in ihrem Element.


Sie sind pro Jahr an etlichen öffentlichen Anlässen zu erleben, dazu öfter an privaten Anlässen. «Vintage Rock» oder «Nochebouets», also Cover, nennen sie ihren Sound treffend. Die Wynentaler spielen Alltime-Rockhits mit viel Raum für stimmungsvolle Instrumental-Improvisationen. Und alles ausschliesslich live – denn «Live is Life! Konserven sind immer nur ein Abklatsch des frischen Produktes. Unsere Musik verlangt nach Ambiente, nach Bühne, nach Zuhörer:innen, nach Adrenalin – erst dann wird es richtiger Hasensound», sagt Mastermind Ruedi Weber. 

In der traditionellen Rockband-Besetzung spielt Ruedi Weber die Rhythmus-Gitarre, ist Leadsänger und holt ab und zu seine Bluesharp hervor. Thoby Heiniger zupft den Bass und sorgt für die gepflegte zweite Stimme im Refrain, Rolf Richner schlägt das Zeug, also das Schlagzeug, und gibt den Groove vor. Michael Cohen an der Leadgitarre ist um keinen Stil verlegen, er ruft alles ab, was sein Instrument hergibt. Und Thomas Peyer spielt mit den Tasten; von jamaikanischer Schweinebauchorgel über fetten Rock 'n' Roll zu ätherischen Strings entlockt er seinen Instrumenten genau das was passt – und, wenn’s auch passt vervollständigt er stimmlich das Quartett.

Geburtstagskind Thomas Peyer gebührend gefeiert

Thomas Peyer hatte just am Samstag Geburtstag, was zusammen gefeiert wurde. Ruedi Weber meinte anerkennend «Dank dir und deiner immerwährenden Freundschaft spare ich mir die Psychotherapie». Mit seiner virtuosen Tastenarbeit trägt Thomas viel zum satten Sound und den grossartigen, originalgetreuen und doch eigenen Bridges und Breaks/Solos der Songs, die viele der Musikkenner in Entzücken versetzten.


Geburtstagskind Thomas Peyer: «Das freut mein 25-jähriges Herz...»


Durch den Back-Katalog des gepflegten Vintage Rock gespielt

Sie eröffneten den Abend mit «Trybguet» von Patent Ochsner. Ruedi Weber erklärte das Konzept des Abends, dass sie langsam einsteigen und Sets à einer halben Stunde spielen würden, mit Pausen, «damit man es gut verarbeiten kann, bevor man ein Care Team braucht». Er habe mit Kilian, Franz und René («Ich bi de René und säge nüt...») eine Abmachung, dass er als Gage jeweils einen Fünfliber erhalte, wenn er «Bäckerei Fischer», «Fläcke-Chäsi» oder «Brauhuus 531» sage. Deshalb rappte er zwischendurch die ulkige Werbebotschaft... «Have You Ever Seen The Rain» und später «Midnight Special» von CCR (Creedence Clearwater Revival), Van Morissons «Brown Eyed Girl» und Elvis' «I'm So Lonesome I Could Cry» stachen im ersten Set heraus. Dann «Honky Tonk Woman» von den Stones, «Sweet Home Chicago» von den Blues Brothers und Bob Marleys «I Shot The Sheriff», den Eric Clapton bekannt machte, bevor Marley ein Weltstar wurde. Immer gerne spielen sie Santana: «Black Magic Woman» und «Samba Pa Ti» klangen fast besser, als Carlos Santana selber sie noch hinkriegt. Der Dylan-Song «Mighty Quinn», bekannt gemacht von Manfred Mann's Earth Band, riss alle von den Stühlen. Ebenso Pink Floyds «Another Brick In The Wall». Bei «Locomotive Breath» von Jethro Tull spielte Ruedi Weber die Flöte fast wie Jan Anderson im Original. Auch die Montreux-Hymne «Smoke On The Water» von Deep Purple und «Born To Be Wild» von One-Hit Wonder Steppenwolf liessen Rocker-Herzen höher schlagen.

Das Konzert endete mit «All Right Now» von Free und «Sorry Seems To Be The Hardest Word» von Sir Elton John. Es war eine total beseelte, friedliche Stimmung nach dem Konzert. Has im Gras haben wieder total überzeugt, musikalisch und stimmungsmässig. Einen schöneren Auftakt der Kilbi hätten sich die Freunde von gut gealtertem Vintage Rock nicht wünschen können. Ein dreifach Hoch auf Ruedi Weber und seine Mannen: Good old rock 'n' roll never gets old!


Tolle Stimmung bei Jung und Alt.
Bei «Locomotive Breath» von Jethro Tull spielt Ruedi Weber die Flöte fast wie Jan Anderson im Original.


«Gimme, gimme, gimme, the Honky Tonk Blues...»



Auch an der «Schnurregiige» mit voller Inbrunst.


Beste Stimmung in der Brügeli-Hütte, wie am ganzen Kilbi-Wochenende. 


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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