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Jodlerchörli Geuensee: Jodler präsentierten ihre persönlichen Lieblingshits

Unter dem Titel «Hitparade» lud das Jodlerchörli Geuensee zum Jahreskonzert ein. Dabei bewiesen die Jodler auch schauspielerisches Talent.


Mit ihrem Vater-Tochter-Duett sorgten Franziska (Mitte) und Hans Albisser (links) für eine Premiere.


Das Jodlerchörli Geuensee legt am diesjährigen Jahreskonzert wieder viel musikalisches Gespür an den Tag. Am 23. und 27. November durfte der Chor zahlreich erschienenes Volk im Gemeindesaal Geuensee begrüssen. Das Programm hatte nämlich so einige Leckerbissen in petto: Nebst dem Stück «Föhnstimmig», für dessen Vortrag das Jodlerchörli Geuensee am diesjährigen Zentralschweizer Jodlerfest in Sempach mit der Höchstnote ausgezeichnet worden war, versprachen auch die Duette von Arlette und Priska Wismer, das Solo von Yvonne Fend sowie das erste Vater-Tochter-Duett von Franziska und Hans Albisser musikalischen Hochgenuss.

Sie präsentierten die liebsten Hits

Im Rahmen des Konzertprogramms unter dem Motto «Hitparade» präsentierte die Formation ihre persönlichen Hits aus den vergangenen Jahren. Bekannten Melodien wie der «Steimannli Jutz» – für einmal stimmungsvoll geflüstert – oder der «Summer Jutz» begeisterten nicht nur das Publikum. Auch der Jodelklub schien sichtlich Freude daran zu haben, die persönlichen Favoriten auf einer Bühne präsentieren zu dürfen. Dies spürte man insbesondere bei «Dr Üristier» von Alfons Leonz Gassmann, bei dem für einmal die Jodler die Führung übernehmen durften. Inbrünstig und kraftvoll liessen sie die eingängigen Rhythmen des Urner Jodlers durch den Gemeindesaal hallen.

Solistinnen und Solisten begeisterten

Besonders lobenswert sind die Solivorträge aus den eigenen Reihen. Die musikalische Leiterin Yvonne Fend präsentierte mit «Erinnerig» Jodelkunst vom Feinsten. Sie zeigte eindrückliche Beherrschung des Stimmapparates und spektakuläre Zungengeschwindigkeit.

Auch das Mutter-Tochter-Duett von Arlette und Priska Wismer ging dem Publikum direkt ins Herz. Die beiden Stimmen der Wismers verschmolzen im Stück «Herbst» von Peter Künzli zu einem wohlklingenden Klangteppich. Arlette und Priska Wismer traten noch ein weiteres Mal solistisch auf und sangen gemeinsam mit Yvonne Fend das Terzett «I mim Dorf», komponiert von Ehrendirigentin Marie-Theres von Gunten und Jules Walthert.

Mit dem Vater-Tochter-Duett von Franziska und Hans Albisser durfte im Rahmen des Konzerts von letztem Samstag ausserdem eine Premiere gefeiert werden. Ein solches Duett gab es in der Vereinsgeschichte des Jodlerchörlis Geuensee nämlich noch nie. Die beiden präsentierten auf liebliche Art und Weise das Stück «Es Älpli» von Ruedi Renggli. Die Freude des Publikums war gross – so mag zu hoffen sein, dass es nicht das letzte Duett dieser Art gewesen ist.

Das Solo, die Duette sowie das Terzett wurden von Doris Erdin am Akkordeon begleitet. Mit ihrer erstklassigen Beherrschung des Instruments gab sie den Solisten viel Sicherheit.

Nicht nur Schwäne sind weiss

Durch den Abend führten Jodler Oliver Kuhn und Jodlerin Arlette Wismer. Die beiden zeigten souverän, dass eine professionelle Moderation einem Konzertabend zusätzlichen Schwung verleihen kann. Mit viel Witz und Finesse brachten sie das Publikum zum Grölen, als sie scherzhaft die Hits der aktuellen Hitparade präsentierten: So lägen die Musikgesellschaft Geuensee mit «E Schwan so wiss wie mini Bei» oder die Geuenseer Männerturner mit «Ech schänke der mi Schmärz» aktuell hoch im Kurs, meinten die beiden mit einem Augenzwinkern.

Chaotisches Lustspiel präsentiert

Im Anschluss an den gelungenen Konzertabend wurde dem Publikum das Lustspiel «E Schuss hinde use» von Martin Winkler präsentiert. Unter den Spielenden der Theatergruppe befanden sich auch vereinseigene Jodler, die nebst ihrem musikalischen Talent auch schauspielerisches Können präsentierten. So verkörperte Andreas Boog den trinkfreudigen Bauer Helmut Wirz, der nach dem Tod seiner Frau von deren Schwestern, gespielt von Conny Estermann und Sandra Boog, belagert wird. Diese wollen aus dem Familienbesitz, dem in die Jahre gekommenen Bauernhof, nämlich das grosse Geld machen. Dieses Vorhaben verfolgt auch Viehhändler Alois Blatter, gespielt von Werner Tschopp. Magd Vreni, gespielt von Petra Albisser, findet ausgerechnet Gefallen an Wendelin Achermann (Josef Christen), der unter der Fuchtel von Helmut Wirz’ Schwägerin Luzia Achermann steht. Zwei selbst gebraute Heilmittel der Nachbarin Marie Weber, gespielt von Doris Wetterwald, machen das Chaos komplett.

Am Freitagabend, 29. November, findet das Jodlerkonzert mit Theater noch einmal statt. Der Konzertabend ist bereits ausverkauft.

Die musikalische Leiterin Yvonne Fend (Mitte) wurde mit Kinderschokolade beschenkt. Die Überraschung ist sichtlich geglückt.
Arlette (links) und Priska Wismer (Mitte) zeigten mit dem Duett «Herbst» von Peter Künzli viel musikalisches Können.


Text und Bilder: Franziska Kaufmann


Weitere Informationen unter www.jodlerchoerli-geuensee.ch








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