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Ja zur Biodiversitätsinitiative

Gemäss Bundesamt für Umwelt muss die Biodiversität vernetzt und global angegangen werden und ist damit eine Verbundaufgabe. Aber auch innerhalb der Schweiz sollen Bund und Kantone endlich zusammenarbeiten. Die dazu nötige Gesetzesgrundlage fehlt jedoch. Dies will die Initiative beheben. Der Bund soll auch endlich entlang seinen Autobahnen und Schienen die Biodiversität fördern. Der Erhalt der Artenvielfalt ist aber eine Herausforderung für uns alle, die privaten Haushaltungen mit ihrem übermässigen Konsum, die Bauwirtschaft mit ihrem ungenügenden Materialkreislauf, die Industrie mit ihren toxischen Produkten und Abfallstoffen, die Politik mit ihrem fehlenden Weitblick und Mut, die Touristen und Manager mit ihrem Hunger nach Kerosin, die Gartenbesitzer und Landwirte mit ihrem Kampf gegen Schädlinge u.s.w. Die Landwirtschaft hat den Ernst der Lage erkannt und macht bereits vieles zur Arterhaltung, das die breite Bevölkerung gar nicht weiss. Dies gilt es hervorzuheben. Ich verstehe aber nicht, wieso sich der Bauernverband so angegriffen fühlt und mit dem Argument des Versorgungsgrads der Schweizer Bevölkerung die Initiative als extrem darstellt. Wenn ich sehe, wie wir in der Schweiz Nahrungsmittel übermässig und ungesund konsumieren und vieles wegwerfen, dann frage ich mich, ob wir nicht zuerst wieder eine Not erfahren müssen, um Nahrungsmittel mehr wertzuschätzen und bereit sind Preise zu bezahlen, die der Arbeit unserer Bauersleute gerecht werden. Nur mehr zu produzieren, weil die masslosen Märkte und ihre Konsumenten, also wir alle, danach schreien, dieses «Weitermachen wie bisher» hat keine Zukunft. Eigentlich wissen wir das alle.

Roger Zurbriggen, Neuenkirch,
Geologe und Kantonsrat




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