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Individualbesteuerung: Steuersenkungen tönen immer verlockend

In Aussicht gestellte Steuersenkungen tönen immer verlockend. Und die damit verbundene Abschaffung der Heiratsstrafe erst recht. Die aktuelle Vorlage dazu stellt hohe Anforderungen an das Verstehen der Auswirkungen. Wenig zu lesen ist, dass wir nur über eine neue Besteuerung bei der direkten Bundessteuer abstimmen. Vielleicht ist es gar nicht aufgefallen, dass die meisten Kantone bereits eine unbürokratische Lösung eingeführt haben, um die Heiratsstrafe zu beseitigen. Die separate Bearbeitung von jährlich zusätzlich etwa 1,7 Millionen Steuererklärungen schreckte 21 von 26 Kantonen ab, welche die Ablehnung der Vorlage klar empfehlen. Zudem müssten Gemeinden, Kanton und Bund ihr Steuersystem komplett umbauen, was die Verwaltungen stark aufblähen würde. Es gäbe Gewinner und Verlierer. Dass ausgerechnet Einverdiener-Haushalte und Paare mit unterschiedlichen Einkommen mehr Steuern als heute bezahlen müssten, ist stossend. Die Initiative nimmt ein altes Anliegen auf, führt aber in die falsche Richtung. Deshalb «Nein» zur Individualbesteuerung am 8. März 2026!

Josef Bucher, Eschenbach




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