Im Zeichen des Austauschs
Neuzugezogene aus allen Ortsteilen Beromünsters fanden am diesjährigen Neuzuzügerapéro im Stiftstheater eine schöne Gelegenheit, die Gemeinde besser kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich im Gespräch mit Gleichgesinnten und dem Gemeinderat rege auszutauschen.
Während es am Freitagabend, dem 8. November, langsam eindunkelte und sich der Nebel um Beromünster verdichtete, brannte im Möisterer Stiftstheater noch warmes Licht und hatte seine Türen offen für all jene, die erst seit Kurzem im Michelsamt einen Wohnort fanden. Diese Gelegenheit fand grossen Anklang: «Wir durften so viele Anmeldungen wie in den letzten Jahren schon länger nicht mehr entgegennehmen», hielt Gemeindepräsidentin Manuela Jost-Schmidiger erfreut fest als sie und der Gemeinderat die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger aus allen Ortsteilen Beromünsters zum Apéro in Empfang nahm. Von den rund 230 Neuzugezogenen fand über ein Viertel mit Kind, Hund und Kegel den Weg ins Stiftstheater. Man habe auch schon überlegt, ob ein Neuzuzügeranlass in einer solchen Form noch zeitgemäss sei, berichtete der Beromünsterer Verwaltungsleiter Daniel Bucher, doch wenn der Anlass auf so erfreulichen Anklang stosse, bestätige das doch die Wichtigkeit eines solchen Termins.
Familiär und nahbar
Vor dem Hauptteil der Veranstaltung gewährte Manuela Jost-Schmidiger einen kurzen Einblick in die Gemeinde Beromünster: Kulturhistorische Perlen, Gewerbe und Verein, zukünftige Projekte und Pläne. Kurz und bündig, alles, was man zur Gemeinde wissen muss. Viel wichtiger war danach das Zusammentreffen, denn «der Abend gilt Ihnen, er gilt dem Austausch», wie Gemeindepräsidentin Jost unterstrich. So wurde beim vielseitigen Apéro, begleitet von sinnlichen Tuba-Klängen, rege Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft. Auch jene, die allein gekommen sind, fanden schnell Anschluss und sogar die Kleinsten konnten sich beim gemeinsamen Austoben im Spieleecken zusammentun.
Einfach eine gute Gelegenheit, um sich unter Gleichgesinnten vernetzen zu können, wie auch Petra Leutwyler und ihr Sohn fanden, die seit diesem Frühling in Beromünster wohnen: «Uns gefällt es sehr in Beromünster. Hier fühlt sich das Leben sehr nahbar und familiär an und dazu trägt auch ein solcher Anlass bei. So kommt man ins Gespräch.» Auch zwei Neudorfer Neuzuzügerinnen sahen den Abend als Möglichkeit, sich einleben zu können. Und vielen anderen wird es ähnlich ergangen sein. So ist zu hoffen, dass mit diesem Grundstein viele der Neuzugezogenen im Michelsamt nicht nur einen neuen Wohnsitz, sondern ein neues Zuhause finden konnten oder noch werden.
Ramon Wolf