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Im Lesetreff: Das mangelnde Licht

Die Autorin dieses Buches, Nino Haratischwili, wird auch die «georgische Elena Ferrante» genannt. Sie ist eine grosse Geschichtenerzählerin mit der besonderen Gabe, komplexe historische Epochen für die Gegenwart lebendig werden zu lassen.

Es geht um vier Freundinnen, aber noch um viel mehr: Buchcover von «Das mangelnde Licht».

Nino Haratischwili ist 1983 in Tiblissi, Georgien, geboren und lebt heute in Berlin. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Nachdem es im Frühjahr 1989 in Tiflis/Tiblissi immer wieder zu Massendemonstrationen gegen die sowjetische Regierung gekommen war, lösten am 9. April 1989 Sondereinheiten der Roten Armee gewaltsam eine friedliche Kundgebung auf. Soldaten setzten Giftgas ein und erschlugen Demonstranten. Bis heute ist nicht klar, wer den Einsatzbefehl gegeben hat. Michail Gorbatschow bestritt immer, davon gewusst zu haben.

«Das mangelnde Licht» erzählt von einer Mädchenfreundschaft in dieser schwierigen Zeit, in der es immer wieder zu Gewalt in den Strassen kommt. Die freiheitsliebende Dina, die kluge Aussenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto halten trotz allen Schwierigkeiten zusammen. Ihre Geschichte ist gleichzeitig die Geschichte ihres Landes.

Der nächste Lese-Treff findet erst Ende August statt – genug Zeit also, um dieses umfangreiche Buch zu lesen. Alle Interessierten sind herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: am Mittwoch, 23. August, um 19.30 Uhr, im Gweyhuus Rickenbach.

Text und Bild: Hedi Villiger




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