H.W. aus Zürich – nicht verschwunden
Rätselhafte Figur aus Zürich? Als Abonnent der Printausgabe habe ich im Jahresrückblick des Anzeigers Michelsamt gelesen, dass eine Figur H.W. aus Zürich rätselhafter sei als die von Patent Ochsner besungene «W.Nuss von Bümpliz» und dass sie einigen das Herz bis zum Hals habe schlagen lassen, bevor sie abrupt verschwunden sei.
Sie ist weder verschwunden noch eine Venus. Rätselhaft ist sie in Beromünster nur, weil niemand je bereit war, sich mit ihren Vorschlägen ernsthaft zu befassen und diese öffentlich zu diskutieren. Raumplanung ist keine exakte Wissenschaft; es gibt nie nur eine richtige Lösung. Es liegt aber immer an der Planung, wenn Betroffene sich so stark beeinträchtigt fühlen, dass sie den beschwerlichen Weg bis zum Bundesgericht auf sich nehmen. Auch das höchste Schweizer Gericht wird letztlich einen Ermessensentscheid fällen. Dazu haben Planer nichts zu sagen, deshalb schweigen sie. Es wäre aber möglich gewesen, die Probleme auf der planerischen Ebene zu lösen.
Schon 2012 hat H.W. darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Ortsplanung Alternativen zur geplanten Umfahrung zu entwickeln seien. Weil das nicht geschehen ist, hat er seit 2018 konkrete, in einer ersten Etappe mit minimalem Aufwand realisierbare Vorschläge vorgelegt, insbesondere für den Flecken. Keine Rätsel, sondern öffentlich einsehbare Berichte auf der Website von hugowandeler.ch.
Hugo Wandeler, Zürich