Hildisrieden: Der Ohmelinger-Gottesdienst wieder mal in der Pfarrkirche
Am 21. Juli feierten die Leute von Ohmelinge mit der Pfarrei Hildisrieden den Gedenktag der hl. Margareta von Antiochia, der Patronin der Kapelle von Ohmelinge. Weil die Wetterprognosen unsicher waren, fand die Feier in der Hildisrieder Pfarrkirche statt.
Die Patronin der Bauern, Margareta, lebte in der Übergangszeit vom 3. zum 4. Jahrhundert, war eine standhafte, mutige Frau. Sie war eine Heidin, wurde aber von einer christlichen Amme erzogen. Weil sie sehr schön war, war sie vor allem von heidnischen Männern sehr begehrt. Sie bekannte sich aber standhaft zum Christentum, was ihr zum Verhängnis wurde. Ihr Liebhaber, der Stadtpräfekt Olybrius, wollte sie mit aller Kraft vom Christentum abbringen. Auch unter Marterqualen blieb sie dem Glauben treu. Er liess sie quälen, schlussendlich wurde sie enthauptet. Sehr viele Kirchen und Kapellen wurden ihr geweiht, um die Menschen zu ermahnen, den Glauben zu stärken, zu bekennen, weiterzutragen und Vorbild zu sein für die Nachwelt.
«Ruhe dich ein bisschen aus!»
Pfarreileiter Erich Hausheer erwähnte die Situation, die der Evangelist Markus aufgeschrieben hat (Mk 6,30): Nach der Aussendung der Freunde von Jesus, kamen sie wieder einmal zurück, sie versammelten sich bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Sie waren müde. Er sagte zu ihnen: «Kommt mit an einen schönen Ort, wo wir allein sind, und lasst uns ein wenig ausruhen.»
Der Leiter der Feier meinte: «Auch wir sind oft im Stress des Alltags oder ausgelaugt. Wir haben eine Auszeit nötig, um wieder aufzutanken. Auch die heilige Margareta hatte Stresssituationen wegen ihres Glaubens. Sicher hatte sie die Fähigkeit, im Austausch mit Gott schier übermenschliche Kräfte für ihr Leben zu mobilisieren.»
Schwyzerörgeliklänge schenkten Wirkungskraft zur Erholung.
Die vierzehn- und fünfzehnjährigen Vasco Rey und Timo Helfenstein aus Hellbühl/Neuenkirch feierten mit den Schwyzerörgeli mit und verblüfften durch ihre Bescheidenheit beim munteren Zusammenspiel. Mit langem und herzlichem Applaus erheischten die Anwesenden auch nach dem Schlussspiel noch eine Zugabe. Das war der passende Übergang zum Most-Apéro auf dem Kirchenplatz.
Text und Bilder: Emil Barmet