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Hildisrieden: Furiose Fasnachtseröffnung der Lüütertüter (mit Bildergalerie)

Viel früher als die Lüütertüter es seit Jahren zelebrieren, kann man nicht mehr Fasnachtsstimmung in Reinkultur verbreiten. Es war eine friedliche, top organisierte Fasnachtsparty mit tollen Guuggen und viel Volk aus nah und fern. Das Motto für ihre Fasnacht 2024 ist erkoren, es lautet: «Könige vo de Lusbuebe». Vorfreude herrscht und wurde mit dieser Party weiter geschürt.


Furioses Set im prallgefüllten Festzelt um 22.30 Uhr: Die Joggumusig Nüderef.


Am vergangenen Samstag ging es los mit einem grossartigen Monsterkonzert mit 11 Guugenmusiken, bevor DJ Benz und DJ Löru für die Jungen auflegten, immer wieder unterbrochen von Guuggenauftritten. In der Kafistobe begeisterte das Cover-Jam Trio. 2500 feierten friedlich den frühen Beginn der fünften Jahreszeit. Super organisiert, mit vielen freiwilligen Helfer:innen und allen Lüütertütern im Einsatz. Das Motto für die Fasnacht 24: «Könige vo de Lusbuebe». Ob sich dies an den kultigen Gimma-Rapsong von 2007 anlehnen wird? Die Spannung steigt, wie sie das wieder umsetzen werden...

Eine vollauf gelungene Party mit 11 Guugenmusiken

Aufgrund des Publikumserfolgs von 2022 mit 2500 Festfreudigen kamen wiederum 11 Guuggen nach Höudisriede: Die Joggumusig Nüderef war schon zu Beginn der Saison in ausgelassener Stimmung und feierte auch die anderen Guuggen mit Leidenschaft. Die Schnägge Schränzer Rinech waren spürbar gerngesehene Gäste bei den Luzerner Fasnächtlern, ebenso die Rääblüs aus Obermumpf im Fricktal hart an der deutschen Grenze und die Räbeschläcker aus Wettingen. Auch die Wegere Pflotscher Reiden/Wikon und die Ricke-Grunzer Ebersecken beehrten die Party. Aus der Umgebung waren die Mü-Ha Ranchers Müswangen, die Bäribrommer Sempach, die Schlochthüüler Neuechöuch und die Neuechöbler. Dazu noch aus der Stadt die Chappelgnome Lozärn. Alle sorgten sie für Fasnachtsambiente und liessen sich die lange Pause seit den letzten offiziellen Klängen am frühen Aschermittwoch nicht anmerken. Es war eindrücklich, wie konsequent die Jungen den öV nutzten, sich abholen liessen und Fahrgemeinschaften bildeten mit jemandem, der es ohne Alkohol lustig hatte. Während es die etwas gesetzteren Jahrgänge in der Kafistobe genossen und staunten, dass auch die Jüngeren Freude an Titeln wie «Hey Jude» von den Beatles haben und total mitgingen, genossen viele ganz Junge DJ-Klänge und Strobo-Gewitter in der Festhalle bis in die Morgenstunden.

Die Joggeler mit neuem Anhänger und deshalb schon besonders parat

Einen besonders furiosen Auftritt legten die Joggeler hin. Ihr knallig gelbes, schwarz gepunktetes Marsupilami-Outfit mit den langen langen Schwänzen sticht eh aus allen raus. Sie sagen selber: «Nüt esch gälber als d'Joggumusig selber». Wie sie den Hosen-Klassiker «Altes Fieber» spielten und dann noch «Narcotic» von One-Hit-Wonder Liquido: Ganz grosse Klasse! Die Tage des gelben Tierchens sind jedoch gezählt. Auch bei der Joggumusig darf man sehr gespannt sein, wie sie ab SchmuDo daherkommen werden... Vizepräsident und OK-Chef Raphi Bucher sagte gegenüber dem «Michelsämter»: «Wir haben einen neuen Instrumentenanhänger gekauft und eingeweiht mit allen Sponsoren und Gönnern, dann ging's direkt zu den Lüütertütern an die Fasnachtseröffnung. Deshalb waren wir schon top eingespielt. Der neue Anhänger steht ab sofort im Einsatz. Wir danken unseren Gönnern und Sponsoren ganz herzlich.»


Die Joggeler mit ihrem brandneuen Instrumentenanhänger.


Präsident Thomas Furrer sagte nach dem Event gegenüber dem «Michelsämter»: «Es war wiederum ein gelungenes Fest. Es hatte überall viel Volk, aber nie zu viel, sodass man gut zirkulieren konnte. Auch die Logistik und der Nachschub haben bestens funktioniert». Auch OK-Chef Filip Estermann ist sehr zufrieden mit der Fasnachtseröffnung und sagte: «Es freut mich, dass alles wiederum gut und sehr friedlich abgelaufen ist, ohne nennenswerte Pannen und Vorkommnisse. Der Lohn für die riesige Arbeit aller Lüütertüter waren zufriedene Festbesucher und durchs Band positive Feedbacks.» Sie soll kommen und ganz gross werden: Die Fasnacht 2024.


In der Kafistobe begeisterte das Cover-Jam Trio Jung und Junggebliebene vollauf.
DJ Benz und auch DJ Löru begeisterten die Massen.


Auch das Team beim Einlass war jederzeit guter Laune.


Präsident Thomas Furrer stieg traditionell auf die Bar für seine Ansprache beim Sponsoren- und Gönnerapéro. 
Die neu gekürte Böögen-Zunftmeisterin Niggi I. mit Narr Mischi unterhielt sich prächtig in Höudi.


Auch die Bäribrommer Sämpech machen brutal Stimmung.



Tambi Petra Bucher hatte ihre Truppe jederzeit voll im Griff.





Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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