Hereinspaziert zu Attraktionen und Präsentationen!
Die Gwärb 2023 auf dem Gunzwiler Lindenareal hielt, was sie versprach. Die Aussteller freuten sich über wahre Menschenströme, die sich den Ständen entlang wälzten, das Publikum war beeindruckt von der Vielseitigkeit der Gewerbebetrieben und Unternehmen, welche es im Michelsamt gibt. In der Festwirtschaft konnte man mit Bekannten plaudern, die man unverhofft traf und das Rahmenprogramm lud zum verweilen ein – man munkelt, dass nicht wenige nicht bloss einmal zu Besuch an der Leistungsschau waren.
«Wir sind rundum zufrieden und auch von den Ausstellern bekomme ich nur positive Rückmeldungen», der sichtlich gut gelaunte OK-Präsident, Raphael Meyer, zog bereits ein sehr positives Fazit, bevor die Gwärb ihre Tore am späteren Sonntagnachmittag schloss. Es war nicht nur das sprichwörtliche Ausstellungswetter – nicht zu heiss, nicht zu nass – sondern die Präsentationen und Attraktionen, welche gefühlt das ganze Michelsamt auf das Lindenareala lockte. Kurz vor der Eröffnung am Freitag war Meyer sich sicher, dass man alles getan hatte, um für einen grossen Publikumsandrang gewappnet zu sein. «Unsere Gänge in den Zelten sind drei Meter breit, nicht nur zweieinhalb, wie das an vielen ähnlichen Ausstellungen ist», erklärte er etwa. Gleichzeitig bestand trotzdem eine Unsicherheit und es hatte keinen Praxistest gegeben. Obwohl die Menschenmenge von Tag zu Tag zunahm verlief alles wie am Schnürchen, es entstanden in den Zelten keine Staus. Der «Einbahn-Rundgang» und die gute Einteilung sorgte für flüssigen Personenverkehr.
Die Aussteller warteten ausnahmslos mit beeindruckenden Ständen auf. An Wettbewerben gab es tolle Preise zu gewinnen, man wurde zum mitmachen animiert, Präsentationen und Attraktionen stiessen auf frohe Resonanz. Etwa das Schwyzerörgeli Trio «Vollgas» am Stand der Züriversicherung. Das Status-Quo-Potpourri erhielt viel Puplikum und Applaus, man «ging mit», wenn Radler am Stand vom A-Team den eigenen Puls hochjagten und wenn der Kran der Firma Meyer, Fassadenbau, empor schwebte. Grosse und kleine Augen erntete die Murmelbahn bei Amrein, welche die Lernenden in 250 Arbeitsstunden aus 401 Meter Draht geformt haben. Der Feuerwehrnachwuchs eilte mit dem «Trampi-Löschfahrzeug» zum Einsatz, während die Gärtnereien und die Genussproduzenten die Sinne begeisterten.
«Supernasen»
Auch Polizeihunde waren an der Gwärb im Einsatz. Die Sondergruppe Hundeführer der Luzerner Polizei waren eigens für eine Präsentation vor Ort. Die Kraft, die Schnelligkeit und die Agilität der tadellos dressierten belgischen Schäferhunde und des Cocker Spaniel, die von ihren Führern in ihren Tätigkeiten als Schutzhunde oder Spürhunde präsentiert wurden, machte die Gänge in den Zelten vorübergehend etwas lichter.
Es herrschte ideales Ausstellungswetter, der Freitag klang noch beinahe als lauer Sommerabend aus. Über Nacht wurde es Herbst, die Helikopterrundflüge vom Samstag blieben wetterbedingt aus. Am Sonntag marschierte das Publikum erst recht in Scharen auf. An den Ausstellungstagen gab es natürlich auch viel Musik der unterschiedlichsten Formationen zu hören.
Martin Sommerhalder