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Gwärb 24: Regenguss – Quiz und Countdown zu Beginn

An der Eröffnung der Gwärb 24 in Rickenbach wurden ungewohnte Wege beschritten. Per Anleitung von Moderator Oliver Kuhn lud sich das Publikum zu Beginn die «Kahoot»-Quiz-App herunter. Mit deren Hilfe entstand eine kurzweilige Podiumsdiskussion mit Peter Witt, Präsident des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern; dem Rickenbacher Gemeindepräsidenten Adrian Häfeli; Claude Perrinjaquet, Präsident des Gewerbevereins Rickenbach und OK-Präsident Johannes Schüpfer.

OK-Präsident  Johannes Schüpfer steht dem Moderator Oliver Kuhn Red und Antwort, sehr zur Unterhaltung des Publikums.



Ein exakt getimter Regenguss sorgte dafür, dass die Gäste aus nah und fern, die zur Eröffnung der Gwärb 24 nach Rickenbach eingeladen worden waren, ins Festzelt strömten. Wer sich auf lange Reden gefreut hatte, wurde gleich zu Beginn enttäuscht. Moderator Oliver Kuhn liess das Publikum erst die «Kahoot»-Quiz-App downloaden und nach einigen Instruktionen ging es los. Er hatte in investigativer Weise vieles über das Leben, Wirken und die geheimen Wünsche der Podiumsgäste in Erfahrung gebracht, welche er jetzt auf die Bühne des gut besetzten Festzelts bat. Es waren dies: Peter Witt, Präsident des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern, der Rickenbacher Gemeindepräsident Adrian Häfeli; Claude Perrinjaquet, Präsident des Gewerbevereins Rickenbach und OK-Präsident Johannes Schüpfer.

«Wer hat in seiner Jugend den Schulcomputer gehackt?»  Moderator Oliver Kuhn mit einer investigativen Quizzfrage.

Die Anwesenden mussten nun erraten, auf welchen der vier auf dem Podium die Quizfragen jeweils zutrafen. Eher noch als Test zu verstehen war die erste Frage: «Welcher Bach fliesst durch Rickenbach?» Die beiden Stimmen für die Emme erschienen ebenfalls zuverlässig auf dem Grossbildschirm hinter Kuhn. Alle anderen haben auf die richtige der weiteren drei Optionen Reuss, und Rickenbach getippt. Alles funktionierte also tadellos. Es konnte losgehen.

Johannes Schüpfer wird bei einem Picknick auf keinen Fall auf einen Flaschenöffner verzichten wollen, was den Moderator etwas irritierte, denn was wäre, wenn jegliche Flasche für diesen Öffner fehlen würde?

Zum Beispiel, wenn er eine Zweitbesteigung des höchsten Berges wagen würde, den er je bestiegen hat (worum sich die nächste Frage drehte), den Stierenberg. Welchen auch Claude Perrinjaquet bei der entsprechenden Frage genannt hatte. Perrinjaquet würde aber wiederum auf jeden Fall ein Bierchen zum Picknick mitnehmen. Was sich ideal ergänzen würde, sollten sie sich dort oben begegnen, fanden die beiden.

Das war der harmlose Teil. Nun ging es ans Eingemachte. Es kam ans Licht, wer in seiner Jugend den Schulcomputer gehackt hat. Es war nicht der von der Mehrheit verdächtigte Adrian Häfeli. Peter Witt musste sich als Täter outen. Es war übrigens der Macintosh II, den die Kantonsschule Reussbühl damals besass, wie Kuhn ausplauderte.

Die Stunde der Wahrheit: Jetzt kam alles aus. Ein sehr unterhaltsamer Einstieg in die drei Tage Gwärb ist dem OK gelungen.

Und es wurde nicht besser: «Wer hat in seiner Jugend mit dem Luftgewehr, die Osterhasen seiner Schwester standesrechtlich erschossen?» Hier musste jetzt Häfeli tatsächlich vortreten und Kuhn kommentierte unter Gelächter: «Ich weiss nicht, was mich mehr schockiert, dass du das getan hast oder dass alle auf dich getippt haben.» Häfeli gab zu, früher ein passionierter Schütze gewesen zu sein, gab aber auch Entwarnung, denn er besitzt heute keine Waffen mehr.

«Wer hat einst mit dem Luftgewehr, die Osterhasen seiner Schwester standesrechtlich erschossen?» Jetzt wird das Quiz richtig brisant...

Dann brachte eine Frage gar die Rangliste in Unordnung. Welche der vier war im Militär Grenadier? Das Publikum wurde nun Zeuge, wie ans Licht kam, dass es nebst der richtigen Antwort «Peter Witt» auch eine zweite richtige Antwort gab. Auch auf Johannes Schüpfer, der vom Publikum hier am meisten Stimmen erhalten hatte, trifft dieses Prädikat nämlich zu. Da wären nun also die meisten «falschen» Antworten auch richtig gewesen.

«Überspielen wir diesen Lapsus», meinte Kuhn nonchalant und eilte zur nächsten Frage: «Wer würde mit einem Lottogewinn seiner Frau einen Bauernhof als Gnadenhof für die Tiere kaufen?» Die Mehrheit tippte richtig auf Claude Perrinjaquet. «Welche Gründe gibt es, das so selbstlos zu tun?» fragte Kuhn. «Es ist nicht selbstlos, es ist Liebe», konterte Perrinjaquet. Was zu grossem Applaus seitens der weiblichen Anwesenden führt und zur Einschränkung Perrinjaquets: «Ich kann das nicht für alle Frauen tun.»

«Ich weiss nicht, was mich mehr schockiert, dass du das getan hast oder dass alle auf dich getippt haben.»  Oliver Kuhn zum Täter, in Sachen Delikt betreffend Osterhasen.

Nochmals wurden Jugendsünden thematisiert. «Wer ist in seiner Jugend mit 265 km/h über die Autobahn gerast?» so die entsprechende Frage. «Mich erstaunt, dass ich so viele Stimmen erhalten habe», war Täter Johannes Schüpfer irritiert, der den eigenen Ruf offenbar ‹seriöser› eingeschätzt hatte. Laut Schüpfer, hatten sein Bruder und seine Kollegen damals mit ihren Fahrkünsten «plagiert». «Ich habe deshalb meinem Bruder die Suzuki gestohlen und dann auf der Autobahn Richtung Zug das Gas aufgedreht. Ich hatte aber bald selber Angst», erinnerte sich Schüpfer. Im Weiteren wurde bekannt, dass Adrian Häfeli gerne einmal das Trio «Trump, Putin und Kim Jong-un» treffen würde? «Das erstaunte, was möchtest du denn von ihnen über die Demokratie lernen?», fragte Kuhn Häfeli. «Ich habe eher an meine Zeit mit dem Luftgewehr gedacht», antwortete dieser schlagfertig.

Auch die Esel als Lieblingstiere von Perrinjaquet wurden ins Scheinwerferlicht gerückt und es wurde bekannt, dass Witt nur im Notfall Gemüse isst und Häfeli sehnt sich nach einer Aarefahrt mit dem Schlauchboot.

«Das ist nicht selbstlos, es ist Liebe.»   Claude Perrinjaquet würde seiner Frau im Falle eines Lottogewinns einen Gnadenhof für Tiere kaufen.

Gewissermassen als Höhepunkt erfuhren die Anwesenden, dass Johannes Schüpfer der einizige der vier ist, der niemals eine Jugendsünde begangen hat. Was grösseres Schmunzeln auslöste und einen erneut irritierten Moderator fragen liess: «Wie war das nochmals mit den 265 km/h?». Und die Antwort Schüpfers: «Das ist doch keine Jugendsünde, das war eine ‹einmalige Erfahrung›».

«265 km/h ist doch keine Jugendsünde, das war eine einmalige Erfahrung.»  Blick zurück auf eine Zeit ohne Raserartikel im Strassenverkehrsgesetz.

Ein perfekt passendes Stichwort, um nun die Gwärb 24 per Countdown offiziell zu eröffnen. Noch musste das aber etwas warten. Schüpfer dankte allen Beteiligten, die sich allesamt mit Engagement für die Gwärb 24 eingesetzt haben. Die OK-Mitglieder bat er für ein persönliches Dankeschön auf die Bühne. Ausserdem erhielten die drei Quiz-Ersten Rickenbacher Taler. Sie tragen die wohlklingenden Namen «VAB», «DA» und «*BEAT*» Dann wurde der von der Gemeinde gespendete Apéro eröffnet und erst dann wurde die Ausstellung eröffnet.


OK-Präsident Johannes Schüpfer (r.) bedankt sich bei Toni Estermann, der seine Hallen für die Ausstellung zur Verfügung stellte.
Der Countdown vor dem Start.


Martin Sommerhalder




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