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GV Innerschweizer Heimatschutz: Gute Baukultur schafft man nur gemeinsam  

Am 12. Juni 2024 fand in Beromünster die Generalversammlung (GV) des Innerschweizer Heimatschutzes (IHS) statt. Die historischen Gebäude und der Ortskern des Flecken Beromünster waren geeignete Kulissen für den Schutzverband, der sich für das Erbe, aber auch die Zukunft des Bauens einsetzt.


Stiftspropst Harald Eichhorn führte durch das eindrückliche Chorherrenstift, hier die imposante Sakristei.


Nach Führungen im Chorherrenstift St. Michael durch Stiftspropst Harald Eichhorn und durch den Ortskern durch die IG Baukultur/Beromünster fand im voll besetzten Festsaal des Stiftstheaters die GV statt. Durch den Abend leitete der IHS-Präsident Remo Reginold und der Geschäftsführer Marco Füchslin.

Aus dem Bericht des Präsidenten ist zu entnehmen, dass der IHS sich im letzten Jahr organisatorisch und strategisch neu ausgerichtet und sein Profil geschärft hat. Der Heimatschutz, der gerne mit der kantonalen Denkmalpflege verwechselt wird, ist kein Amt, sondern ein Verein. Er trägt nicht nur Sorge für das Erbe, sondern auch für die Zukunft der Architektur der Städte und Dörfer in der Innerschweiz. 

Sensibilisierung und Vernetzung

So führt Reginold aus, dass die Zielsetzungen einerseits durch Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit für Fragestellungen der gebauten Umwelt und andererseits durch die Vernetzung der beteiligten Akteure in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erreicht werden kann. Nur gemeinsam lassen sich die heutigen Herausforderungen angehen. So sollen in der Innerschweiz Wege und Ideen gefördert werden, wo der Schutz historischer Bauten mit der Verdichtung nach innen gemeinsam gedacht werden kann. Zudem soll Klimaschutz nicht gegen Kulturschutz politisch ausgespielt werden. Verbohrte Ideologien und einseitige Parteinahme helfen keine Lösungen aufzuzeigen, so Reginold. Darum will der IHS zum Mittel der Einsprache nur dann greifen, wenn es um zentrale strategische Ziele geht und diese sich öffentlichkeitswirksam und mit einem positiven Effekt bekannt machen lassen können.

Arbeitsschwerpunkte definiert

Als Schwerpunkt für die nächsten Jahre hat sich der IHS die Vermittlung und die Aufklärung des Raumplanungsgesetzes (RPG 2) und das Bauen ausserhalb der Bauzone auf die Fahne geschrieben. Entsprechende Veranstaltungen, runde Tische und Pilotprojekte sind geplant.

Mit Rainer Heublein, ehemaliger Vertreter des Kantons Luzern im IHS-Vorstand, verabschiedet sich ein profunder Kenner und Vernetzer der Baukultur und -geschichte Luzerns aus dem Vorstand. Neuer Verantwortlicher des Kantons Luzern ist seit Oktober 2023 Richard Kretz. Gesucht wird eine zusätzliche Persönlichkeit, die im Kanton Luzern gut vernetzt ist und sich für Architektur und Städtebau interessiert.

Die GV gab einen Einblick in einen Verein, der sich über vier Kantone erstreckt und sich mit unterschiedlichsten regionalen und lokalen Herausforderungen auseinandersetzen muss. Man darf gespannt sein, wo und wie sich der IHS entwickeln wird. Vielleicht liefert er auch Impulse für Beromünster? 


Das ist der IHS: Der IHS ist als Verein organisiert und umfasst die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri. Als Schutzorganisation setzt sich der IHS für eine gelebte Baukultur ein und engagiert sich für einen qualitativen Umgang mit der gebauten Umgebung und der Landschaft. https://www.innerschweizer-heimatschutz.ch 



Text: Innerschweizer Heimatschutz, IHS, Bilder: zvg




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