Gunzwil – Schatdorf 2:0 (1:0)
Gunzwil dank Effizienz zum Heimsieg gegen Schattdorf
An einem schönen Abend mit malerischem Sonnenuntergang, aber rasch kälter werdenden Temperaturen, fand eine stattliche Anzahl Zuschauende den Weg auf die Linden.
Gunzwil aus dem Nichts in Front
Das Spiel vermochte in der Anfangsphase das Fussballerherz jedoch nicht zu erwärmen, obwohl Schattdorf schon früh seine Qualitäten im Spielaufbau zeigte und zu Beginn spielerisch den besseren Eindruck hinterliess. In der 12. Minute wurde dann Till Fleischli bei einem Eckball völlig freistehend vergessen und der Gunzwiler Routinier liess sich diese Chance nicht nehmen und köpfelte ohne Problem zur frühen Führung für die Michelsämter ein. Die Gäste aus dem Kanton Uri waren deswegen aber nicht geschockt und probierten weiterhin dem Spiel mit spielerischen Mitteln den Stempel aufzudrücken.
In der 21. Minute folgte die erste nennenswerte Aktion für die Urner, aber schlussendlich blieb es beim 1:0. Nur zwei Minuten später vergab dann Isler auf der anderen Seite eine gute Chance. In der 25. Minute zog plötzlich Till Fleischli alleine auf das Tor der Gäste und vergab das vermutlich sichere 2:0. Bis zur Halbzeitpause passierte dann vor den beiden Gehäusen nicht mehr allzuviel und so rettete Gunzwil eine knappe Führung in die Pause.
Schattdorf spielt, die Michelsämter treffen
Auch in der 2. Halbzeit übernahm die Gastmannschaft früh das Zepter und liess den Ball oft gekonnt durch die eigenen Reihen zirkulieren, aber im Spiel nach vorne liessen die Schattdorfer die nötige Kreativität und somit auch Gefährlichkeit vermissen. Bis zur 60. Minute hatte das Heimteam kaum Ballbesitz und durfte in dieser Phase froh sein, dass die Gäste vor dem Tor schlicht zu harmlos waren. In der 62. Minute kam dann plötzlich Gunzwil, wie in der 1. Halbzeit aus dem Nichts, zu einer ersten Chance durch Till Fleischli. Nur eine Minute später wurde dann Topscorer Furrer perfekt in Szene gesetzt und dieser schob zum 2:0 ein. Diese Spielphase muss für die Urner frustrierend gewesen sein.
Schattdorf spielte und zeigte sich äusserst bemüht, spielerisch zu Chancen zu kommen, aber die Chancen und Tore fielen auf der anderen Seite. Es ging im gleichen Stil weiter. Schattdorf probierte weiter mit gefälligem Spiel zu neuen Möglichkeiten zu kommen, aber die Zeit tickte erbarmungslos in die falsche Richtung. Auf der anderen Seite probierten die Michelsämter für Entlastung zu sorgen, was durch viele Abspielfehler und Ungenauigkeiten aber eher mässig gelang. Trotzdem war der Sieg schlussendlich zu keiner Zeit in Gefahr, da die Gäste auch in der Schlussphase in Sachen Torgefahr nicht überzeugen konnten. In der Nachspielzeit hatte dann sogar noch Gunzwil eine Doppelchance zum 3:0, das Tor fiel aber nicht. So war kurz danach fertig und die Bolliger-/Erni-Elf durfte sich über einen Arbeitssieg und drei weitere Punkte freuen.
Zwei formstarke Teams im Duell
Die Michelsämter machen dank dem Heimsieg gegen Schattdorf den perfekten Start in die Rückrunde klar. Mit drei Siegen aus drei Spielen verschaffen sich die Michelsämter weitere Luft nach hinten und klettern in der Tabelle auf den 6. Rang. Am kommenden Dienstag folgt bereits das nächste Heimspiel. Im Nachholspiel gegen den FC Eschenbach kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden besten Rückrundenteams. Die Seetaler durften bis jetzt ebenfalls dreimal jubeln und werden den Michelsämtern auf der Linden alles abverlangen.
Telegramm:
Linden - 250 Zuschauende. SR: Mirza Dedic
Tore: 12. Till Fleischli 1:0. 63. Furrer 2:0.
Bemerkungen: Gunzwil ohne Iwan Rogger, Imbach, Pervorfi, Koch, Friedli, Thimo Fleischli und Borges Lopes.
Gunzwil: Rafael Süess; Jurt, Kronenberg, Marco Rogger, Bucher; Furrer (90. Stocker), Luca Süess (84. Bhomjan Tamang), Ramundo, Fankhauser (70. Schumacher), Isler (67. Nascimento), Till Fleischli (88. Nurmi).
Schattdorf: Yannick Arnold; Noel Gisler (67. Riesen), Wirth (73. Ben Arnold), Sandro Wipfli, Tim Gisler; Simon Wipfli, Agrebi, Baumann, Cedric Gisler (67. Schorno), Linus Arnold (54. Zgraggen); Patrik Stampfli.
«Wir freuen uns auf ein packendes Duell und auf grossen, gelb-schwarzen Support. Hopp Gonzbu!»