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Grüter gefährdet den Schweizer Wohlstand


Es ist bemerkenswert, wie weit sich Nationalrat Franz Grüter von der wirtschaftlichen Realität entfernt hat. Statt konstruktiv über das neue Stabilisierungspaket mit der EU zu diskutieren, verwendet er weiter dieselben Schlagworte, mit denen bereits das alte Rahmenabkommen torpediert wurde. Dabei geht es längst nicht mehr um ein starres Vertragswerk, sondern um den Schutz des bilateralen Wegs – also jener Grundlage, auf der der Schweizer Wohlstand ruht.

Grüter ignoriert bewusst, dass der Werkplatz Schweiz ohne stabilen Zugang zum europäischen Binnenmarkt an Attraktivität verliert. Das trifft nicht die Politik, sondern die KMU, die Forschung, die Industrie und letztlich die Arbeitnehmenden. Internationale Unternehmen wie Novartis oder ABB brauchen Planungssicherheit, keine nationalistische Symbolpolitik.

Es ist leicht, von «Souveränität» zu sprechen. Doch wahre Souveränität zeigt sich in der Fähigkeit, strategisch zu handeln. Franz Grüter betreibt wirtschaftlichen Harakiri, wenn er eine engere Kooperation mit unserem wichtigsten Handelspartner aus Prinzip ablehnt. Standortpolitik braucht Verantwortung. Grüter liefert das Gegenteil. Ich stehe für einen starken, verlässlichen Wirtschaftsstandort mit Zugang zu Europa – anstatt für Abschottung und wirtschaftliche Selbstschwächung.

Alessio Herger, Weggis




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