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«Go with the flow» ... und ab nach Düsseldorf an die EM!

«Wir sind halt schon etwas verrückt», sagt Antonia Schärli aus Beromünster und lacht. Sie ist vergangenen Freitag kurzerhand mit ein paar Gleichverrückten auf- und davongefahren. Nach Düsseldorf, der Fussball-EM entgegen, dem Spiel Schweiz-England am Samstagabend und natürlich in der vollen Absicht, den Schweizer Sieg zu holen.

Die Vertretung der 5-sterne-region und Freunde: Michelsämter Fanaufgebot in Düsseldorf.

«Wir sind in grosser Vorfreude und Anspannung nach Düsseldorf ‘geblocht’, natürlich, ganz nach dem Motto: Go with the flow ...» erzählt die Möischterer Familien- und Berufsfrau am Montagmorgen, bereits wieder vom Arbeitsalltag gefangen. «Wir brachen auf mit der Einstellung, dass wir auch ebenso euphorisch wieder heimfahren würden», sinniert sie schmunzelnd, «wir waren wirklich fast ein wenig sicher, wir würden dort den Sieg holen.» Klar. In einer anderen Absicht geht man als Fan auch nicht an die EM. Schlagwort: Alles oder nichts.

«Hopp Schwiiz» vereint die Gemüter: Renate Frey, Tobias Stocker, Sandro Viletta, Fabian Rippstein, Marc Berthod. 


Fanmarsch

Es waren ganz grosse Fans aus dem Michelsamt in der Konsorte. Manche konnten sich noch ein Ticket ergattern, die anderen schauten sich das Spiel am Samstagabend halt einfach unten am Rhein an. Was für eine Stimmung! Unglaublichstes Erlebnis sei aber ganz klar der Fanmarsch gewesen, sagt die leidenschaftliche Fanfrau begeistert. Und die Hühnerhaut spannt sich beim Erzählen wieder über die Glieder.

Eine Lawine in Rot-Weiss: Der Schweizer Fanmarsch rollt durch die Stadt.

«Fanmarsch», das war in ihrem Fall eine Lawine in Rot-Weiss, die sich durch die Strasse rollte, getragen von grosser gemeinsamer Emotion. Atemberaubend sei es gewesen, dabei zu sein. Es gab einem richtiggehend «the shivers» - wie es so schön auf Englisch heisst. Oh, sorry – Englisch. Ja, England hat gewonnen. Und zwar sowas von knapp, im Penaltyschiessen und wirklich erst beim letzten Schuss, hat England die Schweiz gnadenlos zunichte gemacht. Aus der Traum. Es gibt eben nur alles oder nichts. Dabei waren die Schweizer doch sowas von gut.

«Der Plan ging nicht ganz auf, wir fielen kurz in ein Loch», erzählt Antonia. «Aber wir haben uns dann schon wieder aufgerafft, um Düsseldorf am Abend noch etwas auszukosten ...» 

Die Hühnerhaut beim Fanmarsch übrigens, das sieht man hier, wurde fotografisch dokumentiert. Go with the flow ... nur Dabeisein ist noch besser. 

Der Beweis: Das Wädli in Rot-Weiss, die Poren zusammengezogen vor Ergriffenheit. Es gehört übrigens Marcel Schmid aus Rickenbach.

«Alles in allem war das ein wunderbares Gesamtpaket: Vorfreude pur, Freude pur – mit einem Dämpfer, wie es ja auch den Fans zuhause nicht anders erging», resümiert sie. «Wir sind sehr stolz auf die Nationalmannschaft und haben ein ganz cooles Wochenende erlebt!» 

Sicheren Schrittes dem Sieg entgegen – oder zumindest der unvergesslichen Superstimmung: Karin Zihlmann und Renate Frey.


Chom breng en hei ... Adrian Wüthrich und Tobias Stocker.

Ursula Koch-Egli, Bilder: zvg







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