Gesucht: Coole Nachfolge für heisse Imbissbude
«Mit 66 ist es Zeit zum Aufhören», sagt Doris Müller, die das Imbiss- und Take-away-Restaurant Inferno in Rickenbach seit 26 Jahren führt. In ihre Fussstapfen zu treten ist kein Leichtes, denn der einzigartige Groove dieser Stammbeiz soll erhalten bleiben. Wie der Schuh zum Aschenbrödel soll der Nachfolger zum legendären Lokal an der Menzikerstrasse 14 passen. Wo ist er?
Das «Inferno» in Rickenbach, das ist ein höllisch guter Ort, um an Feierabenden oder am Wochenende Leute zu treffen, den Durst zu stillen, guten Food zu geniessen und einfach etwas auszuspannen. «Hier kannst du sein wie du bist», sagt Doris Müller an der Theke, lacht ihr schelmisches Lächeln und zapft eine Stange Bier ab. Seit 26 Jahren führt sie das Lokal, nun aber will sie es weitergeben. Mit 66 sei genug, sagt sie zu Recht, doch der Kundschaft soll ihre langjährige Stammbeiz erhalten bleiben.
Genau so wie man ist
Seit einem Jahr steht die Immobilie als Komplett-Paket «Restaurant mit darüberliegender 4 ½-Zimmerwohnung auf 120 Quadratmetern» zum Verkauf ausgeschrieben. Einige Anfragen kamen zwar rein, das wirklich Passende war aber noch nicht dabei.
«Cool wäre, wenn der Mythos vom Inferno weiterleben würde», sagt die Tochter von Doris Müller, Sebastienne Müller. Was genau macht denn diesen Mythos aus? «Jeder kann kommen wie er ist!», sagt sie. Das Inferno ist die einfache, etwas verrauchte, aber immer gemütliche Feierabendbeiz von vielen. Die legendären Cheeseburger mit Pommes und Riesenportionen Wurstsalat sind ein Genuss für Bauch und Herz. Ob in Arbeitskleidung, vor dem Ausgang oder sonntagmorgens etwas verkatert – man ist immer willkommen, genau so wie man ist. Dies ist der ungeschriebene Leitsatz vom Inferno und das Anliegen von Doris «Dörle» Müller, wenn sie es dereinst aus den Händen gibt.
Unkompliziert und offen
In welcher Art das Lokal weitergeführt wird, ob Pizza, Burger oder Brauhaus – das spielt ihr keine Rolle. Was dereinst auf dem Tisch und auf der Menukarte steht, darf offen sein. Aber die Chemie soll stimmen, der ganz bestimmte «Inferno-Groove» soll erhalten bleiben.
Also: Gesucht wird jemand wer gerne wirtet und die Leute mag. Erfahrung im Gastgewerbe wäre ideal, Führungserfahrung ebenfalls, aber vor allem: unkompliziert und offen. «Immer etwa steigt hier ein Fest!», sagt Sebastienne lächelnd, «sei es unter Gästen spontan, aus einer Laune heraus, oder organisiert vom Betrieb wie etwa das Bier-Pong oder die Salsa Night. Man muss ja nicht ein Top-Gastronom sein. Du musst gerne arbeiten, gerne Leute führen und die Gäste gerne haben!»
Seit 1997 gut laufender Betrieb
Wie viel muss man denn zücken, um den Laden zu übernehmen? Für 850 000 Franken ist das feuerrote Haus an der Menzikerstrasse 14 derzeit ausgeschrieben. Zu erwähnen ist, dass es im Baurecht erstellt wurde, der Besitzer also Miete bezahlt für das Grundstück, auf dem das Haus steht und zudem für die Parkplatzfläche. Dies sollte aber kein Hindernis sein, sagt Doris Müller, denn der Mietvertrag ist auf 99 Jahre hinaus ausgelegt. Besitzerin des Grundstücks ist die Immo Güpfmühle AG.
Das Inferno ist im Jahr 1997 von Doris und Beat Müller-Habermacher eröffnet worden und ist seither ein konstant gut laufender Betrieb. Wer nun genau ein solches Lokal übernehmen und damit im eigenen Stil völlig neu durchstarten möchte, melde sich – oder gehe am besten gleich einmal im Inferno auf ein Bier vorbei. Ganz offen und unkompliziert.
Kontakt:
E-Mail: inferno97@gmx.ch, Telefon 041 930 19 98, Natel 078 851 20 34, www.takeawayinferno.ch
Text und Bilder: Ursula Koch-Egli