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Rickenbacher Gemeinderat

Gemeinsam voran im Rahmen des Altersleitbilds

Einmal im Monat berichten die Rickenbacher Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie der Geschäftsführer abwechslungsweise über Aktivitäten aus ihrem Tätigkeitsgebiet und informieren auf diese Weise die Bürgerschaft über persönliche Erfahrungen und Eindrücke.

Den Februar-Beitrag liefert Annemieke Stössel-Lub, Gemeinderätin Ressort Soziales.

Nun ist es offiziell: Per 1. Januar 2026 haben die Gemeinde Rickenbach und der Verein Lebensweise Rickenbach 60 plus eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Inoffiziell besteht die Zusammenarbeit zwischen Lebensweise und der Gemeinde natürlich schon länger, was sich beispielsweise im Zuge der im letzten Herbst durchgeführten Dorfrundgänge in den Ortsteilen Rickenbach und Pfeffikon gezeigt hat mit dem Ziel, die Lebensräume bewegungs- und begegnungsfreundlich zu gestalten. Jetzt wurde diese Zusammenarbeit in Form einer Leistungsvereinbarung offizialisiert und gefestigt.

Rickenbach verfügt seit 2020 über ein eigenes Altersleitbild und hat sich 2024 zusätzlich dem Altersleitbild der Region Sursee angeschlossen. Im Rahmen des Altersleitbilds der Gemeinde Rickenbach übernimmt Lebensweise namentlich im Bereich «Lebensgestaltung» gemeinderelevante Aufgaben. Der entsprechende Leitsatz im Altersleitbild lautet: «Senioren engagieren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gesellschaft. Es stehen ihnen Angebote in den verschiedenen Bereichen der Lebensgestaltung zur Verfügung, welche die Interessen, Ressourcen und Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen.» Mit dem beeindruckend umfassenden und breitgefächerten Jahresprogramm von Lebensweise, das jedes Jahr jeweils in Form von zwei Halbjahresprogrammen in allen Briefkästen der Gemeinde landet, stellt der Verein älteren Menschen Angebote in diversen Bereichen der Lebensgestaltung bereit. Hauptsächlich in den Bereichen «Bildung und Kultur», «Sport und Bewegung» sowie «Begegnungen und Austausch». Der Verein fördert und unterstützt des Weiteren die Freiwilligenarbeit und vertritt derzeit in der Person von Kilian Wigger, dem Präsidenten des Vereins Lebensweise, gemeinsam mit mir als Sozialvorsteherin in der Organisation «Alter bewegt – Region Sursee» die Interessen der Gemeinde Rickenbach.

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit, mit der wir gewiss einiges bewegen können.

Strategische Neuausrichtung

Rickenbach ist seit den 1970er-Jahren Verbandsgemeinde vom Seeblick, Haus für Pflege und Betreuung, in Sursee. Bekanntlich ist unsere Gemeinde jedoch aus geografischer Sicht eher aufs Michelsamt bzw. im Ortsteil Pfeffikon auf die grenznahen Aargauer Gemeinden im oberen Wynental ausgerichtet. Das führt dazu, dass von unseren rund dreissig Seniorinnen und Senioren, die in einem Alters- und Pflegeheim verbleiben, durchschnittlich nur zwei bis drei Personen im Seeblick betreut werden. Das Haus Seeblick fungiert zudem häufig als Übergangsinstitution zwischen einem behandlungsbedingten Aufenthalt im Luzerner Kantonsspital (LUKS) am Standort Sursee und einer allfälligen Heimkehr in die eigenen vier Wände. Daher hält das Haus Seeblick auch in Zukunft an der Nähe zum LUKS fest. Entsprechend ist im Zuge der Neuerrichtung des LUKS auf der Schwyzermatte in Schenkon am selben Standort auch der Seeblick-Neubau geplant. Der Gemeinderat rechnet damit, dass im Rahmen dieses Neubaus höhere Kosten auf die Verbandsgemeinden zukommen werden. Unklar ist in diesem Zusammenhang jedoch, wie hoch das Preisschild für unsere Gemeinde effektiv sein wird – zumal mit Sursee, Oberkirch und Sempach einige Verbandsgemeinden ihren Austritt eingereicht haben bzw. bereits ausgetreten sind. Ebenfalls ein grosses Fragezeichen ist, wann sich diese Kosten in unserem Budget niederschlagen würden. Aus diesen Gründen hat der Gemeinderat im Dezember 2025 beschlossen, per Ende 2029, d. h. mit einer ordentlichen Kündigungsfrist von vier Jahren, aus dem Gemeindeverband Seeblick auszutreten. Wir wollen diese Veränderung nutzen, um in der kommenden Zeit eigene Wege im Bereich altersgerechtes Wohnen und pflegegerechte Betreuung auszuarbeiten und zu gestalten. Dazu werden wir den Austausch mit den verschiedenen Akteuren aus dem Gesundheitsbereich suchen – in unserer Gemeinde, aber auch im restlichen Michelsamt –, damit wir unseren Bürgerinnen und Bürgern im Alter weiterhin eine optimale, ortsnahe Versorgung gewährleisten können, und zwar ambulant wie stationär.

Jubilarenbesuche

Höhepunkte in meinem Ressort sind für mich persönlich jeweils die Besuche von Bürgerinnen und Bürgern, die ihr 90. oder 95. Wiegenfest feiern – oder sogar auf 100 Lebensjahre zurückblicken dürfen. Sie werden jeweils angefragt, ob sie einen Besuch oder eine Gratulation im Anzeiger Michelsamt wünschen, oder gar beides. Es ist immer eine grosse Freude, die Jubilarinnen und Jubilare zu besuchen, sie und ihr langes Leben in diesem Moment wertzuschätzen, ihnen zuzuhören, wenn sie von Schlüsselmomenten in ihrem langen Leben berichten, oder mitzuleiden, wenn die Erzählungen auch tragische Ereignisse in Erinnerung rufen. Spannend sind Berichte, in denen die Geschichte unseres Dorfes mit vielen Erlebnissen zum Leben erweckt wird. Ich freue mich auch dieses Jahr auf wertvolle Begegnungen!

Foto: Referat von Dr. med. Andreas Infanger, Sursee, im Pfarrsaal Rickenbach zum Thema «Hören im Alter». 120 Interessierte besuchten diesen spannenden Anlass. Quelle: Lebensweise




«Dieser Artikel wurde von der Gemeinde Rickenbach in eigener Verantwortung veröffentlicht. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des Artikels ist die Gemeinde Rickenbach verantwortlich. Diese Plattform übernimmt keine Gewähr.»

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