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Wirtschaft | Rain

Fusionsvertrag ARA/REAL unterzeichnet 

Ein Meilenstein für Rain: Vor Kurzem haben die beiden Gemeindeverbände ARA Oberseetal und REAL den ­Fusionsvertrag unterzeichnet. Im vergangenen Herbst haben die Stimmberechtigten von Ballwil, Eschenbach, Inwil und Rain grünes Licht für den Zusammenschluss ­gegeben. Das Abwasser der Oberseetaler Gemeinden soll ab 2024 in ­Emmen gereinigt werden. Aufwendige Verhandlungen mit Landeigentümern für die Durchleitungsrechte könnten allerdings den Baustart ­verzögern. 

Der Gemeindepräsident von Rain, Oskar Berli, zeigt sich sehr zufrieden: «Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unsere Gewässer noch besser zu schützen. Der Anschluss an REAL bietet unseren Gemeinden zudem wirtschaftliche und organisatorische Vorteile.» Gegenüber unserer Zeitung ergänzt er: «Aus meiner Sicht als Gemeindepräsident ist der Anschluss eines der nachhaltigsten und ökologisch sinnvollsten Projekte, die in den letzten Jahren geplant wurden. Das Dossier wird gemeindeintern durch den zuständigen Gemeinderat Hubert Rigert bearbeitet.»

Der Zusammenschluss der ARA Oberseetal mit der ARA REAL wurde von den Stimmberechtigten der Gemeinden Ballwil, Eschenbach, Inwil und Rain im September 2021 deutlich gutgeheissen. In der Zwischenzeit haben die vier Gemeindepräsidenten sowie die Verantwortlichen der ARA Oberseetal und von REAL den Fusionsvertrag unterzeichnet. Die Fusion tritt per 1. Januar 2024 in Kraft. Nach dem Beitritt der vier Verbandsgemeinden zu REAL wird der Gemeindeverband ARA Oberseetal aufgelöst.

Aufwendige Gespräche nötig

Um das heutige Abwasserkanalnetz der Oberseetaler Gemeinden ab der ARA in Inwil an die ARA REAL anzuschliessen, muss eine 4.1 Kilometer lange Leitung gebaut werden. Anstelle der ARA Inwil wird ein Pumpwerk erstellt, welches das anfallende Abwasser der vier Verbandsgemeinden zur ARA REAL in Emmen fördert. Die veraltete ARA in Inwil wird stillgelegt und zurückgebaut. Im Moment laufen die Vorbereitungsarbeiten für das Bauprojekt. Oskar Berli erklärt: «Wir führen zurzeit immer noch Gespräche und Verhandlungen mit den Landeigentümern für die Durchleitungsrechte. Bei einem Eigentümer sind sie anspruchsvoller als wir gedacht haben. Wir können leider nicht mehr ausschliessen, dass sich der ­geplante Baubeginn in diesem Sommer verzögert.» Die Projektverantwortlichen hoffen aber weiterhin, den Zeitplan mit der geplanten Inbetriebnahme Anfang 2024 einhalten zu können.

Schweizweit technisch führend

Die ARA REAL gehört schweizweit zu den grössten Anlagen und reinigt das ganze Abwasser der Stadtregion Luzern. Sie ist technologisch bereits heute auf einem hohen Stand. Und sie erhält schon bald eine zusätzliche Reinigungsstufe, um auch Mikroverunreinigungen herauszufiltern.

Den Fusionsvertrag unterzeichnet haben die vier Gemeindepräsidenten Oskar Berli (Rain), Benno Büeler (Ballwil), Guido Portmann (Eschenbach) und Josef Mattmann (Inwil) sowie deren Gemeindeschreiber. Für die ARA Oberseetal: Verbandspräsident Oskar Berli und Verbandsleiter Alexander Kleiner. Für REAL:Verbandspräsident Adrian Borgula und Martin Zumstein als Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Oskar Berli, Gemeindepräsident von Rain und Verbandspräsident ARA Oberseetal

 

«Aus meiner Sicht als Gemeindepräsident ist der Anschluss eines der nachhaltigsten und ökologisch sinnvollsten Projekte, die in den letzten Jahren geplant wurden. Das Dossier wird gemeindeintern durch den zuständigen Gemeinderat Hubert Rigert bearbeitet.»


Text: Karl Heinz Odermatt  Bild: zVg




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